Montag, 7. Juni 2021

[BUCH] Hetero zum Mitnehmen von Renae Kaye


Inhalt:
Vinnie lebte sein ganzes Leben bei seiner Großfamilie im Haus, will aber endlich eigenständig werden. Da passt es ja gut, dass sein heterosexueller Kumpel Aaron nach einer Trennung einen neuen Mitbewohner sucht.

Meine Meinung: Der Titel und das Cover dieses Buches verspricht viel und daher war ich an dem Buch sehr interessiert. Doch leider wurde ich bitter enttäuscht. In dem Buch geht es um Vinnie und Aaron, die abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen. Vinnie ist einer Großfamilie aufgewachsen und möchte eigenständig werden. Daher wird es Zeit für ihn, von zuhause auszuziehen. Aaron muss sein Haus abbezahlen, das er eigentlich für sich und seine Ex-Freundin gekauft hatte. Nun braucht er einen neuen Mitbewohner. Da kommt ihm Vinnie gerade richtig. Doch der schwule Vinnie verliebt sich in den heterosexuellen Aaron. Diese Geschichte hätte spannend werden können, doch sie war absolut schlecht. Zunächst einmal möchte ich den Erzählstil kritisieren. In den ersten beiden Kapiteln werden ca. 20 Figuren vorgestellt. Das hat mich komplett überfordert und ich verlor innerhalb kürzester Zeit den Durchblick. Später sind die meisten der Figuren für die Handlung völlig irrelevant, also ist deren Vorstellung unnötig. Vinnies italienische Familie wird als konservativ beschrieben, weswegen seine Homosexualität eventuel problematisch ist. Doch dass sein Vater mit seiner Mutter und seiner Tante in einer polyamourösen Beziehung lebt, ist nicht schlimm. Vinnie und Aaron kommen sich im Laufe der Geschichte näher, wobei immer wieder deutlich gemacht wird - bis zum Schluss - dass Aaron heterosexuell ist. Was ist das bitte für ein Schwachsinn? Man will mir hier zwar verkaufen, dass Liebe keine Label braucht und dass Aaron sich in die Person Vinnie und nicht in sein Geschlecht verliebt hat, aber das hat nicht im Entferntesten etwas Authentisches. Aaron schaut sich am liebsten Lesbenpornos an, aber beim Anblick von Vinnie wird er geil? Das ist einfach unglaubwürdig. In der zweiten Hälfte der Geschichte geht es im Übrigen nur noch um Sex. Da hätte ich mir mehr Handlung gewünscht. Darüber hinaus sieht keiner der Figuren aus wie der Typ auf dem Cover und der Titel passt ebenfalls nicht zum Inhalt. Insgesamt kann ich dem Werk leider nichts Gutes abgewinnen.

Fazit: 1 von 5 Punkten.