Mittwoch, 17. Februar 2021

[BUCH] Cold Turkey von Angelika Mechtel


Inhalt:
Michi hat ein fantastisches Verhältnis zu ihrem großen Bruder Andy, auch als er anfängt zu kiffen. Doch dann verliebt sich Andy in ein Mädchen, das scheinbar härtere Drogen kennt und Michi weiß nicht, was sie tun soll.

Meine Meinung: Jugendbücher, in denen es um Drogenkonsum geht, können immer wieder spannend sein. Außerdem finde ich dies ein gutes Mittel, um Jugendliche aufzuklären und vor Drogen zu warnen. Protagonistin der Handlung ist die kleine Schwester eines Jugendlichen, der Drogen für sich entdeckt. Anfangs findet Michi es noch nicht so schlimm, dass ihr Bruder Andy Marihuana konsumiert. Doch dann verliebt er sich in ein Mädchen, das scheinbar schon härtere Drogen genommen hat. Darüber macht sich Michi sorgen, aber sie weiß nicht, wie sie handeln soll. Andy verändert sich immer mehr und Michi befindet sich in der Zwickmühle. Es ist auf jeden Fall interessant zu lesen, wie sich eine Angehörige eines Drogensüchtigen fühlt. Normalerweise geht es in solchen Büchern um den Protagonisten als Süchtigen selbst. Hier wird eine andere Perspektive eingenommen und gezeigt, dass Angehörige ebenfalls leiden. Allerdings ist die Geschichte nicht sehr authentisch erzählt und manche Handlungen der Protagonisten nicht nachvollziehbar. Die "Moralkeule", die immer wieder mitschwingt, nervt selbst mich, der nie Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht hat. Dadurch, dass der Fokus auf die Schwester als Angehörige gelegt ist, wird ein Schwarz-Weiß-Bild gezeichnet, in dem der Drogensüchtige der Böse ist. Meiner Meinung nach ist das nicht so einfach. Die Lektüre ist nett gemeint und ganz unterhaltsam erzählt, aber es gibt bessere Bücher zu dem Thema.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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