Dienstag, 22. Dezember 2020

[FILM] Der Vorname


Inhalt:
Bei einem Abendessen erklärt Thomas seiner Schwester und seinem Schwager, dass er seinen ungeborenen Sohn Adolf nennen möchte. Dabei stößt er bei allen auf Unverständnis.

Meine Meinung: Den Film wollte ich eigentlich damals schon im Kino sehen, als ich den Trailer gesehen hatte, aber jetzt habe ich es endlich getan. Es ist eine Komödie, die auf einen französischen Film basiert, der wiederum auf ein Theaterstück basiert, was man dem Film anmerkt. Das gefällt mir aber. Der Film spielt nämlich quasi ausschließlich bei einem Abendessen um das Ehepaar Elisabeth und Stephan. Elisabeth ist Lehrerin und Stephan Literaturprofessor. Sie bekommen Besuch von Elisabeths besten Freund René und ihrem Bruder Thomas. Später kommt seine schwangere Frau Anna dazu. Thomas erzählt freudig, dass er einen Sohn erwarte und diesen Adolf nennen möchte. Besonders Stephan ist empört und es entsteht ein Streitgespräch, was immer mehr ausufert. Das ist nicht nur witzig, sondern auch interessant, weil ein moralischer Diskurs über die Namensgebung entsteht. Stephan findet es äußerst verwehrlich, dass man ein Kind Adolf nennt, während Thomas dies als revolutionären Akt ansieht. Das brachte mich selbst zum Grübeln und deshalb fand ich die Argumente beider Seiten sehr interessant. Später entstehen noch weitere Streitthemen in der Familie, sodass die Namensgebung, welche ja titelgebend für den Film ist, in den Hintergrund tritt. Das ist etwas schade, auch wenn es lustig bleibt. Mir hat der Film sehr viel Spaß gemacht und nun würde mich auch die französische Vorlage interessieren.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Alterseinstufung: Freigegeben ab 6 Jahren
Regisseur:
Sönke Wortmann

Laufzeit: 
87 Minuten

Erscheinungsjahr:
2018

Darsteller:
Florian David Fitz, Janina Uhse, Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Justus Dohnányi

Studio: Constantin Film (Universal Pictures)

ASIN:
B07J3H7FQ2