Donnerstag, 31. Dezember 2020

[BUCH] Der Heimweg von Sebastian Fitzek


Inhalt:
Klara möchte Selbstmord begehen, aber als sie mit Jules telefoniert, der für das Heimwegtelefon arbeitet, zögert sie. Daraufhin erzählt sie, unter welchen Qualen sie leben muss.

Meine Meinung: Der Titel klingt harmlos, aber die Inhalt ist vielleicht das brutalste Werk des Autors. Für mich kann es nicht blutig genug sein und daher freute ich mich aufs Lesen. In dem Thriller geht es um Klara und Jules, die mehr oder minder zufällig miteinander telefonieren. Klara leidet unter ihrer Ehe, weil ihr Mann sie bestialisch quält. Doch da gibt es noch einen Mann, der scheinbar hinter ihr her ist. Jules arbeitet für das Heimwegtelefon, bei dem Frauen anrufen können, wenn sie beispielsweise auf einem Weg in der Dunkelheit Angst haben, allein zu sein. Klara erzählt ihm ihre Geschichte, obwohl sie eigentlich Suizid begehen möchte. Jules versucht sie, davon abzuhalten. Wieder sind die Kapitel recht kurz und jedes endet mit einem Cliffhanger, sodass man weiter lesen möchte. Abwechselnd befindet man sich entweder bei Klara oder bei Jules, wobei scheinbar beide in Gefahr stecken. Jules hat nämlich ebenso sein Päckchen zu tragen. Es ist alles ziemlich undurchschaubar und gegen Ende folgt eine Wendung nach der anderen. Dabei geht es teilweise sehr brutal und blutig zu. Auch die Sprache ist für Fitzek ungewöhnlich derb, sodass ich es mir teilweise unangenehm war. Es wirkte nicht authentisch und daher habe ich mich sogar etwas für den Autor fremdgeschämt. Die Handlung wird im Laufe der Geschichte immer abgedrehter und war mir schließlich zu viel. Am Ende wird versucht, alles plausibel aufzulösen, aber das wirkt mehr schlecht als recht und viel zu konstruiert. Auf eine gewisse Art und Weise hat mich das Buch schon bei Laune gehalten, aber dieses Mal habe ich ungewöhnlich oft die Augen verdreht.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
℗℗℗ 

Herausgeber: Droemer HC
Sprache:
Deutsch

Gebundene Ausgabe:
400 Seiten

ISBN-10:
3426281554

ISBN-13:
978-3426281550