Montag, 23. November 2020

[FILM] Draußen in meinem Kopf


Inhalt:
Christoph absolviert sein freiwilliges soziales Jahr als Pfleger des 28jährigen Sven, der unter Muskelschwund leidet und sich deshalb nicht mehr bewegen kann. Doch Sven macht es Christoph nicht gerade leicht.

Meine Meinung: Die Editions Salzgeber ist eigentlich sehr bekannt für ihre queeren Filme und nach dem Trailer erwartete ich eine dramatische Liebesgeschichte zwischen einem Pfleger und seinem Patienten. Allerdings erfüllte der Film nicht meine Erwartungen, aber ich finde ihn trotzdem sehr gut. Christoph hat gerade sein Abitur gemacht und überbrückt die Zeit bis zu seinem Studium in einem freiwilligen sozialen Jahr. Dieses absolviert er in einem Pflegeheim beim 28jährigen Sven, der quasi ans Bett gefesselt ist, da er sich wegen seiner Krankheit nicht mehr bewegen kann. Sven macht es dem jungen Mann von Anfang an schwer, aber die beiden bauen immer mehr ihr Verhältnis auf. Mir gefiel diese Spannung zwischen den beiden, die überhaupt nichts mit homosexueller Liebe zu tun hat. Es ist eine tragische und tiefgründe Geschichte, wobei die Persönlichkeiten der Protagonisten hervorragend dargestellt werden. Zum einen sind sie nicht platt und klischeehaft gezeichnet, zum anderen ist die schauspielerische Leistung grandios. Mir hat besonders gut gefallen, dass die pflegerischen Tätigkeiten nicht romantisiert werden und so Sven beispielsweise auch von Sehnsüchten und seinem Fetisch spricht. Nur am Ende kam es mir so vor, dass Christoph aus seiner Rolle fällt, da er sich plötzlich anders verhält als zuvor. Wer mal etwas anderes als Mainstream-Filme schauen möchte, sollte sich diesen Film ansehen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
℗℗℗℗

Regie: Eibe Maleen Krebs
Darsteller: Samuel KochNils Hohenhövel
Laufzeit: 99 Minuten
Genre: Drama
FSK: 12
Erscheinungsjahr: 2018