Donnerstag, 22. Oktober 2020

Matchup Frankfurt - Spielshow für Jedermann


Letzten Samstag habe ich mit Freunden etwas Tolles ausprobiert: Matchup. Das ist ein Spieleerlebnis in Frankfurt, was ich so noch nie erlebt habe. Wer "Schlag den Raab" oder ähnliche Gameshows aus dem Fernsehen kennt und das gerne selbst mal erlebt haben möchte, ist hier genau richtig.

Für normalerweise 25 Euro pro Person kann man in zwei Mannschaften elf Spiele spielen und den Gewinner ermitteln. Da dank Corona das letzte (und leider beste Spiel) nicht möglich war, zahlten wir nur 20 Euro pro Person. Los ging es gegen 15:30 Uhr und es dauerte schon ein paar Stunden, bis wir durch waren.

Das Prinzip ist folgendermaßen: Es gibt elf Räume, in denen elf verschiedene Spiele gegeneinander gespielt werden. Eine bunte Mischung aus Sport- und Ratespielen machen das ganze abwechslungsreich. Nach einer kurzen Einführung von einem der jungen Eigentümern und der Festlegung der Mannschaften geht es los. Im ersten Raum gilt es Säcke in ein Loch zu werfen, in einem anderen Raum muss man "Vier gewinnt" mit Basketbällen spielen. Im nächsten Raum spielt man Tischkicker und woanders muss man einen Bullen reiten. Das letzte Spiel wäre ein Kampf gewesen, wobei man mit riesigen, weichen Schlägern seinen Gegner von einem Balken in ein Bällebad stoßen soll. Das Spiel ist leider ausgefallen.

Für die gewonnen Spiele gibt es Punkte von 1 bis 11, wobei die Mannschaften vor jedem Spiel festlegen müssen, wie viele Punkte sie riskieren wollen. Beispielsweise kann Mannschaft Rot für ein Spiel, welches sie nicht gut beherrschen, die 2 Punkte einsetzen. Mannschaft Blau fühlt sich sicherer und wählt 6 Punkte. Wer gewinnt, bekommt auch die eingesetzten Punkte. Die andere Mannschaft verliert diese Punktzahl. Wir haben es allerdings wie bei "Schlag dem Raab" gespielt und beim ersten Spiel 1 Punkt ausgewählt, beim zweiten 2 Punkte, beim dritten 3 Punkte usw. So fanden wir es irgendwie fairer. Aber das kann jeder so machen, wie er möchte.

Uns hat es unheimlich viel Spaß gemacht und wir kamen uns vor, wie in so einer richtigen Spielshow. Wenn man das noch so mitgefilmt hätte (wäre erlaubt gewesen), hätte man seine eigene Gameshow-Aufzeichnung gehabt. Einziger Kritikpunkt sind leider die Eigentümer, die recht unfreundlich und desinteressiert wirkten. Vom Auftreten und der Kleidung wirkten sie wie aus dem Ghetto und das gefällt mir nicht, weil ich das unprofessionell finde. Ich weiß, dass die Wirkung cool und hip sein soll, aber für seriöse Menschen könnte das abschreckend wirken.