Montag, 10. August 2020

[FILM] Vivarium - Das Haus ihrer (Alp)Träume

Inhalt: Gemma und Tom suchen sich eine neue, gemeinsame Wohnung. Sie besichtigen ein Haus in einer seltsamen Wohnsiedlung. Als der Makler verschwindet, möchten sie die vereinsamte Wohnsiedlung verlassen, doch sie finden keinen Weg hinaus. Ihnen bleibt angeblich nur eine Möglichkeit: Sie sollen einen Jungen großziehen, damit sie die Siedlung verlassen können.


Meine Meinung: Der abstruse Trailer weckte mein Interesse, sodass ich mir den Film anschauen musste. Er handelt von dem Pärchen Gemma und Tom, die eine gemeinsame Wohnung suchen. Ihnen wird von einem seltsamen, steifen Makler ein Haus in einer verlassenen Neubauwohnsiedlung gezeigt, in der jedes Haus absolut identisch aussieht. Ihnen wird das Haus Nummer 9 gezeigt, was eigentlich ganz hübsch ist. Dennoch fühlen sich die beiden Liebenden nicht wohl. Als der Makler plötzlich verschwunden ist, versuchen sie auch, die Siedlung zu verlassen, doch sie finden den Weg nicht hinaus. Stattdessen kommen sie immer wieder an das Haus Nummer 9. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als dort zu verweilen. Da wird ihnen eine Kiste mit einem Baby vor die Tür gestellt, mit der Nachricht, dass sie die Siedlung verlassen dürfen, sobald sie das Kind aufgezogen haben. Das alles ist ziemlich surreal und albtraumhaft, was mich echt fesseln konnte. Solche Filme mag ich. Ich war gespannt darauf, ob das Paar es schafft, die Siedlung irgendwann zu verlassen. Ich frage mich auch, was es mit dem Baby auf sich hatte, was nach fast 100 Tagen schon ein großes Kind ist. Gemma und Tom fühlen sich gefangen und ihnen fällt es schwer, eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen. Vor allem Tom hat eine Abscheu und versucht alles, dem Albtraum zu entkommen. Der Film ist bedrückend und verwirrend. Am Ende gibt es die Offenbarung, die mich schockiert und überraschte. Es war ein richtiger Mind-Blow. Ich mag solche Filme, die mich zum Mitdenken einladen, die mich grübeln lassen und seltsame Gefühle in mir auslösen. Zwischendurch gab es eine Szene, die zu lange dauerte und die mich absolut langweilte. Diese hätte man kürzen können, da sie mich total aus dem Film herausholte. Ansonsten war es ein super Filmerlebnis. Zwar kann man solche Filme nur einmal sehen, weil der Effekt beim erneuten Sehen verloren geht, aber trotzdem finde ich das großartig.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
℗℗℗℗

Darsteller: Jesse Eisenberg, Imogen Poots, Jonathan Aris, Danielle Ryan 
Sprache: Deutsch 
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren 
Studio: Concorde Video 
Erscheinungsjahr: 2020 
Spieldauer: 94 Minuten