Samstag, 22. August 2020

[COMIC] Das Tagebuch der Anne Frank von Ari Folman und David Polonsky

Inhalt: Die gebürtige Frankfurterin Anne muss mit ihrer Familie wegen der Ausschreitungen gegenüber der Juden zur Zeiten des Zweiten Weltkrieges in die Niederlande ziehen. Doch auch dort spitzt sich die Situation, sodass sie sich in einem winzigen Hinterhaus über einen langen Zeitraum verstecken müssen.


Meine Meinung: Jeder müsste die tragische Geschichte der Anne Frank kennen. Das Mädchen wurde in Frankfurt geboren und musste mit ihrer Familie im Zweiten Weltkrieg in die Niederlande fliehen. Dort versteckten sie sich in einem kleinen Hinterhaus. Über viele Monate schrieb Anne Tagebuch und hielt fest, was sie in ihrem Versteck erlebte. Da ist alles dabei: Von den Verhältnissen zueinander, Eindrücke über den Krieg und wie sie irgendwie zurecht kamen. Das Tagebuch hatte mich schon als solches sehr berührt. Hier sieht man es bebildert mit Zeichnungen, die der Stimmung angemessen erscheinen. Anne war nicht per se traurig oder depressiv. Sie berichtet auch von schönen Dingen, die hier gut widergegeben werden. Das Farbschema ist allerdings gedeckt und nicht grellbunt, was ich für unangebracht halten würde. Natürlich kann nicht jede einzelne Seite des Tagebuchs als Comic adaptiert werden, was auch im Nachwort schlüssig erklärt wird. Diese Graphic Diary könnte ich mir gerade für Kinder und Jugendliche gut vorstellen, die Zugang zu dem Thema gewinnen möchten. Auch am Ende dieses Werks steht, wie es mit Anne weiterging und das hat mich wieder sehr ergriffen. Ich musste noch die ganze Nacht darüber nachdenken, als ich es gelesen hatte, so tief  hat es mich berührt. Ich finde, es ist eine würdige Adaption.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 160 Seiten 
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 4. (5. Oktober 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3103972539 
ISBN-13: 978-3103972535