Dienstag, 21. April 2020

[FILM] Der Schacht

Inhalt: Goreng wacht in dem sogenannten Schacht auf. Das ist eine Art Gefängnis, welches aus vielen übereinander liegenden Räumen besteht. In der Mitte der Räume führt ein großer Schacht, in dem das Essen geliefert wird. Allerdings bekommt jeder Raum nur das Essen, was der darüberliegende übrig gelassen hat.


Meine Meinung: Als ich den Trailer gesehen habe, packte mich ein gewisser Grusel und große Neugierde, denn er verspricht einen krassen Inhalt.  Protagonist des Films ist Goreng, der sich selbst in eine Art Gefängnis einweisen lässt. Wenn er sechs Monate im Schacht verbringt, erhält er danach einen akademischen Abschluss, was für ihn eine große Chance bedeutet. Doch er weiß nicht, worauf er sich da eingelassen hat. Er wacht in einem Raum auf, in dessen Mitte ein großes, rechteckiges Loch in der Mitte ist. Auch in der Decke ist dieses Loch. Sein Zimmernachbar erklärt ihm sodann das Prinzip. Der Schacht besteht auf vielen Räumen, die aufeinander gebaut sind. Ganz oben wird ein Tisch mit einem Festmahl zubereitet und nach unten von Raum zu Raum herunter gefahren. Die Insasssen jedes Raumes dürfen davon speisen, allerdings bekommt der jeweils untere Raum nur das, was der obere Raum übrig lässt. Es wird sehr schnell klar, dass die Rest nicht gerade sehr geschmackvoll oder gehaltvoll wären. Goreng wird bewusst, dass die untersten Räume wohl nichts zu essen bekommen und macht sich daher Sorgen. Wenn man einen Raum einen Monat überlebt hat, wird man unter Drogen gesetzt und in einen anderen Raum gesetzt. Hat man Glück, landet man weiter oben. Hat man aber Pech, geht in den unteren Räumen der Kampf ums Überleben los. Das ist absolut krass und ekelhaft, sodass es mich teilweise an meine Grenzen brachte. Der Film schockiert durch viel Blut, Fäkalien und schonungslos dargestelltem Kanibalismus. Gleichzeitig wirkt er sehr sozialkritisch, weil man den Film als Metapher unserer verschwenderischen Gesellschaft ansehen könnte. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und deshalb muss man zugestehen, dass hier eine Art Kunstwerk erschaffen wurde. Das Ende ist zwar offen, aber bietet viel Spielraum für Spekulationen. Dieser Film ist defintiv nur etwas für Hartgesottene.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Regie: Galder Gaztelu-Urrutia
Darsteller: Iván Massagué, Antonia San Juan, Zorion Eguileor, Emilio Buale, Alexandra Masangkay
Musik: Aránzazu Calleja
FSK: ab 18 Jahren freigegeben
Erscheinungsjahr: 2019
Laufzeit: 94 Minuten