Freitag, 13. Dezember 2019

Kriminal Dinner: Mord auf dem Atlantik

Zum Geburtsag im August bekam ich zwei Karten für ein Krimidinner geschenkt. Heute waren mein Schatz und ich dort und hier möchte ich berichten, wie es so war.

Das Kriminal Dinner fand in Frankfurt am Hauptbahnhof im Steigenberger Hotel Metropolitan statt, was  fünf Sterne hat. Deshalb hatte ich große Erwartungen. Die Karten haben 84,00 Euro pro Person gekostet, wobei man die Getränke extra zahlen muss.

Um 18:30 Uhr war Einlass, bei dem man einen Sekt bekam. Dann ging der Kellner rum und man konnte Getränke bestellen. Mein Schatz und ich bestellten zunächst ein Glas Wein, wobei die Flasche bei meinem Schatz leer wurde und das Glas deshalb nicht voll gemacht war. Später bestellten wir noch ein Glas Wein, wobei bei mir die gleiche Situation war, der Kellner aber eine neue Flasche holte und mir nach goss. Mein Schatz machte dazu eine Bemerkung, die der Kellner hörte und dann noch das Glas meines Schatzes nachgoss und dabei eine schnippische Bemerkung machte, in der Art: "Damit niemand neidisch ist."


Das Spektakel startete um 19:00 Uhr. Die Szenerie war so, dass wir uns auf einem Kreuzfahrtschiff befanden. Der Kapitän begrüßte uns und moderierte durch den Abend. Vor dem offiziellen Start kam er gerade auf mich zu und meinte, dass etwas mit meiner Buchung nicht stimmte und ich sollte mit nach draußen kommen. Da wurde ich in meine Rolle eingewiesen. Ausgerechnet ich, der Rollenspiele und so was nicht mag, wurde auserwählt, eine Rolle zu übernehmen. Ich spielte einen Arzt und war einer der Verdächtigen.

Das Menü bestand aus drei Gängen. Die Vorspeise war eine Kürbissuppe, die noch ganz lecker war. Der Hauptgang war Ente mit Kartoffelgnocchi und Spinat. Das war leider absolut nichts und wir waren total enttäuscht. Wir saßen zu acht am Tisch und alle empfanden das Fleisch als zu trocken. Zwei Damen ließen das Essen komplett stehen. Leider war auch der Nachtisch, welches aus Maronenmousse bestand. Allerdings war die Konsistenz labberig und der Geschmack auch eher langweilig. Wir hatten uns so viel vom Essen versprochen, aber dahingegen würden wir das Dinner nicht mehr empfehlen.

Das Stück war aber ganz gut und unterhaltsam. Es geschah ein Mord und dieser musste aufgeklärt werden, wobei ich ein paar Mal in die Mitte des Raums gerufen wurde und meine Rolle spielen musste. Alle wurden zum Mitraten animiert. Es gab mehrere Rollen, aber auch Gäste ohne Rollen mussten die ein oder andere Aufgabe erledigen.

Leider war das Ambiente auch nicht das Beste. Wir befanden uns in einem Konferenzraum des Hotels und man merkte an den LED-Lichtpunkten und dem schnöden grauen Teppich, dass dies kein Restaurant war. Es gab zwar ein paar Deko-Elemente, aber im Großen und Ganzen war es keine Dinner-Atmosphäre.

Die Schauspieler haben ihre Sache super gemacht und standen im Anschluss noch für Fragen zur Verfügung. Das fand ich nett. Ich würde auch so ein Krimidinner noch einmal machen, aber nicht im Steigenberger Hotel.