Dienstag, 29. Oktober 2019

[Buch] Kompass ohne Norden von Neal Shusterman

Inhalt: Caden leidet unter Schizuphrenie. Er kann die Realität nicht von Einbildungen unterscheiden. Nun muss er lernen, mit seiner Krankheit umzugehen.

Meine Meinung: Neal Shusterman ist durch seine dystopischen Buchreihen zu einem meiner Lieblingsautoren geworden. Daher freute ich mich über dieses Buch, in dem es um Caden geht, der an Schizophrenie leidet. Er weiß nicht, ob seine Erlebnisse real oder Einbildung sind und hat damit Probleme in der Schule, in der Familie oder bei seinen Freunden. Von der Handlung her wäre es genau mein Buch, aber leider habe ich mich total gelangweilt. Das Buch besteht aus sehr kurzen Situationen, in denen man entweder Caden in seinem Alltag erlebt oder er sich in seiner Fantasie auf einem Schiff befindet. Gerade die Kapitel auf dem Schiff finde ich ultra öde. Ich mag sowieso keine Geschichten auf dem Meer, aber hier kommt noch hinzu, dass es keine richtige Handlung gibt. Diese Szenen bedarf es einer Interpretation, weil sie seltsame Bilder erzählen, die Cadens innere Gefühlswelt widerspiegeln sollen. Das ist sehr anstrengend. Ich weiß, dass sie metaphorisch, vielleicht sogar poetisch und tiefgründig sein sollen, aber mich hat es nur gelangweilt. Ich lese Bücher allein zur Unterhaltung und ich hatte keine Lust, jedes Wort zu interpretieren. Aber auch die "realen" Szenen hauen mich nicht um. Dafür geht mir Caden nicht nahe genug. Mir fehlen ein spannender Handlungsaufbau, interessante Figuren und berührende Momente. Daher ist dieses Buch für mich leider ein Flop.

Fazit: 1 von 5 Punkten.
 

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (20. August 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3446260463 
ISBN-13: 978-3446260467