Mittwoch, 24. Juli 2019

Urlaub auf Gran Canaria - Teil 2

Gestern berichtet ich von unserem ersten Tag auf Gran Canaria. Da ich das nicht ausufern lassen möchte und alle 15 Tage so ausführlich besprechen will, werde ich einige Dinge zusammenfassen.

Den zweiten Tag und viele andere Tage verbrachten mein Schatz und ich am Strand. Vorher chillte ich mich oft an unseren Pool, wenn mein Schatz noch geschlafen hat. Am Balkon wurde ich gleich am ersten Morgen von einer Taube empfangen, die ich Enrique taufte. Bestimmt waren es täglich andere Tauben, die unseren Balkon vollkackten, aber für mich war es dann immer Enrique. Die Tauben dort sind auch ziemlich zutraulich und machen auch keine Anstalten, wegzufliegen, wenn du dich ihnen näherst. Aber das fand ich witzig.


Jedenfalls ging es danach zum Strand. Es gibt viele Strandabschnitte, so für Familien, für Schwule oder für FKKler. Wir wollten gerne auf das Gewusel der Kinder verzichten und waren deshalb nie an dem Teil vom Strand, der gerade mal 200 Meter von unserem Apartement entfernt lag. Das wäre zwar praktisch und schnell erreichbar gewesen, aber eben auch unruhiger und wuseliger. Also liefen wir dann immer etwa eine halbe Stunde durch die berühmten Dünen von Maspalomas. Diese sind Naturschutzgebiet und man kommt sich quasi wie bei einer Wanderung durch die Wüste vor. Das ist mühselig, aber man hat wenigstens das Gefühl gehabt, etwas Sport zu treiben.


Abends ging es dann meistens ins Yumbo Center, in dem wir Cocktails schlurften und und uns auch die ein oder andere Drag Show ansahen. Da auf Gran Canaria sehr viele Deutsche Urlaub machen, spricht man da fast überall Deutsch und man lernt auch schnell Leute kennen. Nur selten saßen wir alleine da. 


Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, unsere Küche im Apartement zu nutzen, aber das taten wir dann tatsächlich nicht sehr oft. Meist aßen wir im Restaurant, entweder im Yumbo Center, an der Strandpromenade oder im Cita - einem weiteren Einkaufszentrum. Prinzipiell kann man auf Gran Canaria aber echt lecker essen. Es hat uns meist geschmeckt (nur McDonald's geht garnicht!). Was man vergessen kann, ist allerdings das Eis. Wir blieben meist bei Eis am Stiel (also verpacktes Eis), da Kugeln in der Waffel nicht schmeckten.

Überhaupt waren einige "Einkaufszentren" fußläufig erreichbar. Hierzu muss aber erwähnt werden, dass diese Einkaufszentren nicht mit deutschen Shopping Centers zu vergleichen sind. Meistens sind es einfach einige Geschäfte auf einem Gelände. Nur das Cita ähnelt einem tatsächlichen Einkaufszentrum. Dennoch gibt es an all diesen Anlagen neben Restaraurants und Supermärkten immer auch Bars und Nachtklubs (Swingerclubs, Stripclubs, Sexkinos etc.). Jeden Abend versuchen auch Leute, einen in solche Lokale hinein zu locken. Aber dies ist bei fast allen Geschäften und Restaurants so, was uns ziemlich gestört hat. Überall wollte man uns hineinlocken und war dabei sogar sehr penetrant. Die Leute blockieren einem sogar teilweise den Weg oder ziehen dich an der Hand, um dich irgendwo hinein zu bringen. Sogar am ersten Abend wollte uns jemand in einen Stripclub locken. Das hat uns nicht gefallen.