Dienstag, 23. April 2019

Urlaubsbericht: Niederlande - Teil 2

Heute geht es weiter mit meinem Urlaubsbericht. Wie gestern berichtet, hatten wir uns am Samstagabend noch mal hingelegt, da wir in der Nacht noch die Ankunft des Verlobten unserer Freundin erwarteten. Er musste leider an dem Tag noch bis 20:15 Uhr arbeiten und sollte daher etwa zwei oder zweieinhalb Stunden später in Amsterdam eintreffen. Gemeinsam wollten wir in die Ice Bar gehen, wofür wir Tickets für Mitternacht geholt hatten. Wir gingen davon aus, dass die Zeit ausreichen würde.

Leider hatte es unser Freund nicht rechtzeitig geschafft. Daher mussten wir die Tickets umbuchen, was zum Glück kein Problem war. Als er ankam, war verständlicherweise für ihn der Abend gelaufen. Wir gingen gemeinsam zurück ins Hotel. Hierbei muss ich übrigens die öffentlichen Verkehrsmittel in Amsterdam erwähnen, die uns aufgeregt haben. Das Zugsystem gehört nicht zum U-Bahnsystem. Dafür muss man jeweils extra Tickets lösen. So hatten wir entweder die Wahl doppelt zu bezahlen, um vom Hotel in die Innenstadt zu kommen (eine Haltestelle mit der U-Bahn und eine mit dem Zug) oder einen halbstündigen Umweg mit der U-Bahn zu fahren und dafür aber nur ein Ticket zu lösen. Das ist richtig doof gemacht.

Jedenfalls ging es dann zurück ins Hotel und wir gingen dann erst am nächsten Tag in die Ice Bar. Am Sonntagmorgen verkniffen wir uns das Frühstück und holten uns, nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt sind, nur eine Kleinigkeit am Bahnhof. Dann ging es endlich zur Ice Bar. Das Ticket hat etwa 20,00 Euro pro Person bekommen, aber dafür kriegt man drei Getränkechips. Die Bar ist so aufgebaut, dass man zunächst in einer "normalen" Kneipe sitzt und den einen Getränkechip gegen einen Cocktail eintauschen kann. Irgendwann wird man dann aufgerufen. Nach einem erklärenden Video bekommt man eine Thermojacke und Handschuhe. Dann darf man in die eigentliche Ice Bar, in der alles aus Eis besteht. Irgendwie hatte ich mir das stylisher ausgemalt. Innen waren halt die Wände vereist und das ganze war wie ein Piratenschiff dekoriert. In Gläsern aus Eis kann man sich dann zwischen Shots oder Bier entscheiden und dafür seine beiden anderen Chips ausgeben. Minus zehn Grad herrscht in der Bar, in der man es vielleicht zwanzig Minuten aushält. Nachdem wir unsere Getränke getrunken hatten, war der Spaß auch schon vorbei. Aber es hat Spaß gemacht.

Danach hatten wir aber alle Hunger und wir fuhren wieder in die Food-Hallen, damit unser Kumpel das auch mal gesehen hatte. Nach dem Essen ging es dann weiter in die Innenstadt und wir besuchten "Ripley's Believe it or not". Das ist eine Ausstellung mit Kuriositäten unserer Welt. Mein Schatz wollte da schon vor zwei Jahren rein, aber damals war eine Attraktion geschlossen, sodass wir den Besuch verschoben haben. Für 14,00 Euro läuft man durch das Haus und sieht allerhand Kurioses, wie eine Nachbildung des größten Menschen, der jemals gelebt hat. Man sieht aber auch viele Dinge, die man schon mal gesehen hat (wie Nachbildung von afrikanischen Frauen, die einen Teller in der Unterlippe haben,  irgendwelchen Tieren oder Transformer-Statuen). Ein paar Dinge konnte man darin auch aktiv machen, aber das war insgesamt nichts Weltbewegendes. Wir hatten uns mehr erhofft, aber es war nicht mehr als nett.

Dann ging es weiter in die Stadt zu einem Bummel und wir gönnten uns alle ein süße Nachspeise, bevor es für unsere Freunde wieder Richtung Heimat ging. Sie mussten nämlich am nächsten Tag arbeiten. Wir fuhren noch gemeinsam zum Hotel zurück, wo unsere Autos standen und dann verabschiedeten wir uns voneinander. 

Mein Schatz und ich fuhren dann mit dem Auto weiter nach Den Haag, was etwa 45 Minuten dauerte. Dort checkten wir ins "The Hague Marriott-Hotel" ein, was recht teuer und viel steifer ist als unser vorheriges Hotel. Wir bezogen unser Zimmer und machten an dem Abend aber sonst nichts mehr. Was wir in Den Haag so erlebten, berichte ich dann morgen.