Mittwoch, 10. April 2019

[Buch] Das Meer dazwischen von Gordon Ambos

Inhalt: Immer wieder wird Martin aufgrund seiner Homosexualität von seinem Mitschüler Lenny gemobbt. Irgendwann kann er nicht mehr und er rastet aus. Zur Folge muss Martin in die Pychiatrie, wo er seinen chaotischen Zimmernachbarn Joki kennenlernt.

Meine Meinung: Als ich einen Verlag entdeckte, der Bücher aus dem Genre LGBT+ veröffentlicht, war ich begeistert und musste mir gleich das ein oder andere Werk daraus kaufen. Hierzu gehörte dieses Jugendbuch, in dem es um Martin geht, der aufgrund seiner Homosexualität immer wieder von seinen Mitschülern gemobbt wird. Besonders der fiese Lenny hat es auf ihn abgesehen. Irgendwann rastet Martin aus und geht auf Lenny los. Als Folge dieser Tat muss Martin ein paar Wochen in stationäre psychologische Behandlung. Dort lernt er seinen Zimmernachbarn Joki kennen. Die beiden Freunden sich an und Martin erfährt auch von Jokis trauriger Geschichte. Wie das ganze so weitergeht, scheint auf den ersten Blick offensichtlich, aber dann doch irgendwie nicht. Ich finde den Aufbau dieser romantischen, aber nicht kitschigen Geschichte sehr gut. Es passiert so viel, dass es nicht langweilig wird, aber trotzdem lässt sich der Autor Zeit, die Atmosphäre wirken zu lassen und sich in die Situationen einfühlen zu können. Der Schreibstil des Autors ist grandios und man kann sich in seinen Beschreibungen verlieren. Der einizige Kritikpunkt ist, dass der Zufall manchmal überbeansprucht wird und sie daher nicht sehr glaubwürdig sind. Gerade am Ende ist so eine Stelle, die bei mir Augenrollen verursacht hat. Das ist aber nur eine Kleinigkeit im Vergleich dazu, wie toll das Werk ist. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß bereitet und ich würde gerne mehr Bücher solcher Art lesen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 308 Seiten 
Verlag: Main Verlag; Auflage: 1 (21. März 2019) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3959492707 
ISBN-13: 978-3959492706