Dienstag, 30. April 2019

[Serie] Ninjago - Staffel 7

Inhalt: Den Ninjas treten Feinde aus der Vergangenheit entgegen, die auch noch die Zeit beherrschen können. Nur mit den Zeitklingen können sie aufgehalten werden. Eine neue Herausforderung für die Ninjas.

Meine Meinung: Nach einem ca. 45minütigen Special folgt die siebte Staffel der Animationsserie, in der die Ninjas vor neuen Gegnern stehen. Sie kommen aus der Vergangenheit und beherrschen auch noch die Zeit. Nur mit Hilfe der Zeitklingen können sie besiegt werden und diese Waffen müssen erst einmal gefunden werden. Diese kurze Inhaltsbeschreibung macht deutlich, dass nun eigentlich das selbe passiert, wie in jeder Staffel: Ein neuer Bösewicht taucht auf, der nur mit neuen Waffen besiegt werden kann und diese müssen gefunden werden. Das ist eigentlich ein neuer Aufwasch von Staffel 1. Ich habe allerdings erwartet, dass der Aspekt der Zeitreise in den Fokus gerückt wird und die Staffel besonders macht. Allerdings gibt es nur in der finalen Folge eine Art Zeitreise, aber die ist kaum der Rede wert. Das ist schade, denn mit diesem Thema hätte man viel mehr machen können. Ansonsten ist es deshalb eine ganz gewöhnliche, solide Staffel dieser actionreichen Lego-Serie.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Darsteller: Dan Hageman, Erik Wilstrup, Vincent Tong, Michael Adamthwaite, Kevin Hageman 
Regisseur(e): Michael Hegner, Justin Murphy 
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren 
Studio: Universum Film GmbH 
Erscheinungsjahr: 2016 
Spieldauer: ca. 22 Minuten pro Folge
Anzahl der Episoden: 10

Montag, 29. April 2019

[Buch] Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag! von Lena Greiner und Cordula Padtberg

Inhalt: In diesem Buch befinden sich irre Anekdoten von Menschen, die es schon einmal mit Helikopter-Eltern zu tun bekamen.

Meine Meinung: Es ist nichts Ungewöhnliches, dass Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen. Aber was sie manchmal tun, um dies zu schaffen, ist richtig unglaublich. Dabei riskieren so manche sogar das Elernen der Selbständigkeit ihrer Sprösslinge. Die Autorinnen haben Anektdoten von Menschen gesammelt, die es schon mal mit solchen Helikopter-Eltern zu tun haben. Erzieherinnen berichten von Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten nicht loslassen können. Mit Lehrern wird um jeden Punkt in einer Klassenarbeit diskutiert. Sogar bis in die Uni oder ins Berufsleben folgen solche Eltern ihrern Kindern. Das ist fast unglaubwürdig, aber wahr. Eigentlich ist diese Lektüre sehr witzig, aber an einigen Stellen habe ich mich auch aufgeregt. Von mir würden solche Eltern was zu hören bekommen. Auf jeden Fall konnte mich dieses Buch gut unterhalten, obwohl mir die Kommentare der Autorinnen meist unnötig erschienen. Mir hätten die Anekdoten, Aussagen und Zitate gereicht. So störte es mich doch ab und an im Lesefluss. 

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 224 Seiten 
Verlag: Ullstein Taschenbuchvlg.; Auflage: 9. (13. Oktober 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783548377490 
ISBN-13: 978-3548377490

Sonntag, 28. April 2019

[Comic] Pornstory von Ralf König

Inhalt: Wie Pornografie Eberhard in seinem ganzen Leben beeinflusste, können wir in diesem Comic lesen. Als Junge noch konsumierte er Super-8-Filme. Heute gibt es Blurays und das Internet.

Meine Meinung: Der Name des Zeichners ist für mich Programm. Hier finden wir ein neues Werk des Königs der "schmuddeligen" Comics. Nur dieses Mal stehen nicht schwule Protagonisten im Mittelpunkt. Hierin geht es um die Geschichte der Pornografie: Eberhard konsumierte bereits als Pubertierender Super-8-Sexfilmchen. Später kopierte er Videokassetten mit Schmuddelfilmen für seinen besten Freund. Dann kamen irgendwann die DVDs und das Internet. Wie seine spätere Ehefrau darauf reagiert, als sie entdeckt, was ihr Mann so treibt, kann man selbst nachlesen. Ich finde diesen Band ultralustig und unterhaltsam. Die Zeichnungen sind genial und alleine die bringen mich zum Lachen - besonders der Gesichtsausdruck von Eberhards Mutter. Gut finde ich auch, dass darin eine Kritik an die Darstellung der Frauen in solchen Filmen enthalten ist. Unterstützung in diesem Band hat Ralf König von Nicolas Mahler, der original Porno-Dialoge und -Szenen in seinem Zeichenstil für die Geschichte umgesetzt hat. Leider gefällt mir sein Stil nicht so. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Zeichnungen dieses Mal nicht in Farbe sind. Bunt hätten sie mir besser gefallen. Aber ansonsten ist es wirklich ein großartiger Comic für alle, die Pornografie nicht so ernst nehmen. 

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 160 Seiten 
Verlag: Rowohlt Buchverlag; Auflage: 2. (25. September 2015) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3498035711 
ISBN-13: 978-3498035716

Samstag, 27. April 2019

[Buch] Die Superfrucht: und wie sie die Stadt verwüstete von Dominik Ruder

Inhalt: Professor Samig möchte eine Superfrucht für eine Grundschulklasse entwickeln, die allen Kindern schmeckt. Doch sein Experiment geht schief und es entsteht eine Pflanze, die die ganze Stadt in Gefahr bringt.

Meine Meinung: Im Mittelpunkt dieses Kinderbuches steht Professor Samig, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben ist. Bei einem Besuch an einer Grundschule erfährt er von den Kindern, dass ihnen Obst nicht schmeckt. So möchte er für die Kinder eine Superfrucht entwickeln, die allen schmeckt. Doch leider geht das Experiment schief und die Pflanze verselbständigt sich. Sie verbreitet sich fix und bringt explodierende Blüten hervor. Mit der Hilfe des Nachbarsjungen Julien will der Professor wieder alles in Ordnung bringen. Meiner Meinung nach ist der Inhalt ein bisschen weit hergeholt. Für ein lehrreiches Kinderbuch hätte mir eine realistischere Geschichte rund um Obst besser gefallen. Zumal war es für mich nicht nachvollziehbar, warum Obst Kindern nicht schmecken sollte. Ich kenne kein Kind, dass Obst komplett ablehnt. Mit Gemüse hätte die Geschichte besser funktioniert. Allerdings ist das Buch gut geschrieben und Kinder können sich bestimmt gut mit den Charakteren identifizieren. Es hat eine gewisse Spannung, die Kinder zum Lesen animieren könnte.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 88 Seiten 
Verlag: DerFuchs-Verlag (12. März 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3945858445 
ISBN-13: 978-3945858448

Freitag, 26. April 2019

[Comic] Gaston: Die Galerie der Katastrophen

Inhalt: Zum 60. Jubiläum zeichneten 60 verschieden Zeichner eine Hommage an Gaston mit ihren eigenen Stilen.

Meine Meinung: Als großer Fan der Comics über den schusseligen Büroangestellten, stieß ich auf diese Jubiläumsausgabe, in der 60 verschiedene Zeichner einen Comic in ihrem eigenen Stil als Hommage an Gaston veröffentlicht haben. Das machte mich sehr neugierig und ich war sehr gespannt, wie sie dies umsetzten. Die darin gezeichneten Gags sind entweder eine halbe, eine ganze oder zwei Seiten lang. Sie sind alle sehr unterschiedlich gezeichnet und ich finde es super interessant, Gaston in anderen Stilen zu sehen. Meistens sind es ganz eigene Gaston-Gags, wie sie der Original-Autor hätte zeichnen können, aber manchmal sind es auch nur Geschichten, in denen der Comic erwähnt wird. Alle haben so ihre Eigenheiten und witzigen Momente. So spielen manche in der heutigen Zeit, in der es die technischen Errungenschaften gibt, die es in den Original-Werken natürlich nicht gab. In einem Comic ist Gaston mittlerweile ein alter Mann und blickt auf die alten Zeiten zurück. Mir hat das sehr gut gefallen und ich freue mich darüber, diesen Band in meinem Bücherregal zu haben.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 64 Seiten 
Verlag: Carlsen (26. Juni 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783551729705 
ISBN-13: 978-3551729705

Donnerstag, 25. April 2019

Urlaubsbericht: Niederlande - Teil 4

Heute geht es weiter mit meinem Holland-Reisebericht. Mittlerweile hatten wir bereits Mittwoch, was unser vorletzter Urlaubstag war. Da wir die Nacht durchgemacht hatten, starteten wir relativ spät in den Tag, sodass wir auch das Frühstück verschliefen. Erst gegen 14:00 Uhr wachten wir auf. Von unserem neuen Bekannten bekamen wir die Empfehlung, die Stadt Leiden zu besuchen. Diese liegt quasi genau zwischen Amsterdam und Den Haag.

Wir fuhren etwas über eine Stunde dahin, weil wir im Stau landeten. Wir kamen um kurz nach 16:00 Uhr dort an und hatten demzufolge gerade mal zwei Stunden Zeit, bis die Geschäfte wieder schließen würden. Trotdem beschäftigte ich mich zunächst mit meinen neuen Lieblingsvögeln: Möwen. Sie habe ich in diesem Urlaub lieben gelernt. Leiden ist sehr hübsch und erinnert ein wenig an Amsterdam, nur dass die Stadt nicht so überlaufen ist. Wir bummelten wieder durch die Geschäfte und liefen sogar einen Markt ab. Nachdem wir Käse gekauft hatten, was wir uns an dem Tag als Abendessen gönnen wollten, ging es wieder zurück nach Den Haag. Dort veranstalteten wir tatsächlich eine Brotzeit mit holländischem Weißbrot und Käse.

Am Abend beschlossen wir dann zur Kirmes in Den Haag zu fahren, von der wir kurz zuvor zufällig erfahren hatten. Dort spielten wir ein paar Spiele und ich ergatterte mir einen gelben Stoff-Alpaka in einem Greifarm-Automaten. Andere Fahrgeschäfte sind wir nicht gefahren. Wir gönnten uns aber eine Bubble-Waffle, auf die wir uns den ganzen Urlaub schon freuten. Leider hatte sie kein Eis, was die Waffel dann nur semigut machte. Noch vor Mitternacht waren wir wieder im Hotel und gingen zu Bett.

Am letzten Tag schafften wir es tatsächlich noch mal zum Frühstück. Da wir Late-Check-Out gebucht hatten, durften wir noch bis 16:00 Uhr im Hotel verweilen. Also fuhren wir am Vormittag noch mal zum Scheveninger Strand. Dort liefen wir noch mal barfuß durch den Sand und sammelten Muschelns. Das Wetter war an diesem Tag endlich sehr gut und es war schön warm, sodass ich im T-Shirt laufen konnte. An der Beach Bar, in der wir bereits waren, gönnten wir uns einen weiteren alkoholfreien Erdbeer-Daiquiri und legten uns auf Strandliegen. Das war nun wirklich Urlaub pur. Bevor es dann wieder ins Hotel ging, erkundeten wir einen weiteren kleinen Markt und kauften noch mehr Käse für zuhause.

Pünktlich um 16:00 Uhr checkten wir aus, aber wir wollten den Urlaub noch nicht enden lassen. Wir schauten im Internet, welche Stadt noch auf dem Weg liegen würde und besuchten so spontan Arnhem. Da wir in Stau gerieten, kamen wir erst nach 18:00 Uhr dort an, aber das war nicht schlimm, denn in Arnhem sollten an dem Tag die Geschäfte sogar bis 21:00 Uhr geöffnet sein. So hatten wir noch genug Gelegenheit für eine weitere Shoppingtour. Arnhem ist vielleicht sogar die schönste Stadt gewesen, die wir gesehen haben. Uns hat es gut gefallen. In einem Supermarkt konnten wir sogar noch für Karfreitag einkaufen.

Bevor wir nun endgültig die Niederlande verließen, aßen wir in einem netten Lokal zu Abend. Leider war das Essen aber nicht so berauschend. Für 15,50 Euro bekam ich beispielsweise Trüffelpasta mit Hähnchenbrust. Die Pasta war mehr als al dente und das Hähnchen trocken. An dem 4,25 Euro teuren Stück Torte, was ich zum Dessert hatte, fehlte ein Stück. Aber egal, es war trotzdem nett.

Gegen 22:00 Uhr machten wir uns dann schließlich auf dem Heimweg. Wir kamen dank stau um kurz vor 02:00 Uhr daheim an. Uns haben die Niederlanden sehr gut gefallen und das war bestimmt nicht unser letzter Besuch.

Mittwoch, 24. April 2019

Urlaubsbericht: Niederlande - Teil 3

Nach unserem Wochenende in Amsterdam ging es für uns weiter nach Den Haag. Mein Schatz und ich hatten uns für diese Stadt entschieden, weil sie am Meer liegt und wir das Meer unbedingt mal wieder sehen wollten. Am Montag ging es nach dem Frühstück (diesmal hatten wir es gebucht) auch direkt los. 

Wir beschlossen, zum Strand zu laufen. Das dauerte eine halbe Stunde und auf dem Weg kamen wir am Hafen vorbei, was sehr schön aussah. Am Strand haben wir erst einmal einige Fotos gemacht. Dann liefen wir etwa eine Stunde am Meer entlang, bis wir am Pier am Scheveninger Strand angekommen waren. Dort gibt es ganz viele Beach Bars und Einkaufsläden. Außerdem sieht man ein Riesenrad am Pier, kann dort mit einer Seilbahn über den Strand fliegen oder Bungy Jumping betreiben. Wir haben nichts davon gemacht. Wir gönnten uns eher einen alkoholfreien Erdbeer-Daquiri und schauten uns alles an.

Anschließend fuhren wir noch mit der Straßenbahn in die Innenstadt und schauten uns dort um. Natürlich kauften wir wieder alles Mögliche. Da wir abends aber noch was erleben wollten, blieben wir nicht so lange in der Stadt. Stattdessen fuhren wir noch am frühen Abend zurück ins Hotel, wo wir uns ein paar Stunden ausruhten.

Gegen 21:30 Uhr machten wir uns dann noch mal auf den Weg in die Stadt. Zunächst suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant, weil wir noch nicht zu Abend gegessen hatten. Das war eine schwierige Aufgabe. In den Niederlanden schließen die Geschäfte ja schon um 18:00 oder 19:00 Uhr, sodass auch die Restaurants früher als in Deutschland dicht machen. Spätestens um 22:00 Uhr schließen die meisten Lokale. Nur Vapiano hatte noch geöffnet, sodass wir da essen konnten. Danach besuchten wir zwei "Bars", was eher Kneipen für ältere Semester waren. Das war ein Reinfall. Wir tranken zwar überteuerte Cocktails, aber der Spaß kam nicht auf. Irgendwann gaben wir auf und gingen zurück zum Hotel. Wir waren erschrocken, wir totenstill und menschenleer die Straßen waren. Zwar war es Montag, aber dennoch erwartet man mehr.

So endete der erste Tag in Den Haag. Für den Dienstag planten wir einen Ausflug nach Rotterdam. Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Auto auf den Weg. Nach etwa einer 50 Minuten kamen wir dann dort auch an. Die Stadt ist sehr schön und wir bummelten durch die Geschäfte. Nach einem Café in einer kleinen Bar (oder auch hier wieder: Kneipe) schauten wir uns die bekannte Erasmusbrücke an.

Danach gingen wir zurück in die Innenstadt, wo sich ein neues Gebäude befindet. Bis heute weiß ich seinen Namen nicht, aber es sieht von außen sehr imposant aus. Es ist rund und innen befindet sich eine riesige bunte Halle mit verschiedenen Essens-Ständen (ähnlich den Food-Hallen in Amsterdam). Außen um die Halle sind allerdings Wohnungen angebaut worden. Zunächst entdeckten wir einen Stand, bei dem es "Dragon Breath" gab: Das sind bunte Puffreiskugeln, die in Stickstoff getränkt werden. Wenn man sie ist, kommt kühler Rauch aus dem Mund, was wir Drachenatem aussieht. Das war witzig. Danach aßen wir aber anständig zu Mittag und gönnten uns zum Abschluss noch ein Eis. 

Schließlich ging es zurück ins Hotel, wo wir uns wieder etwas ausruhten. Am Abend wollten wir nämlich einen neuen Anlauf wagen und wir gingen dieses Mal wieder zum Strand. Wir lernten jemanden kennen und landeten sogar noch in einer Bar, die bis 02:00 Uhr geöffnet war. Mit unserem neuen Bekannten verbrachten wir die Zeit noch bis in die Morgenstunden, sodass wir erst gegen 06:00 Uhr ins Bett kamen. Wie es dann weiterging, berichte ich morgen.

Dienstag, 23. April 2019

Urlaubsbericht: Niederlande - Teil 2

Heute geht es weiter mit meinem Urlaubsbericht. Wie gestern berichtet, hatten wir uns am Samstagabend noch mal hingelegt, da wir in der Nacht noch die Ankunft des Verlobten unserer Freundin erwarteten. Er musste leider an dem Tag noch bis 20:15 Uhr arbeiten und sollte daher etwa zwei oder zweieinhalb Stunden später in Amsterdam eintreffen. Gemeinsam wollten wir in die Ice Bar gehen, wofür wir Tickets für Mitternacht geholt hatten. Wir gingen davon aus, dass die Zeit ausreichen würde.

Leider hatte es unser Freund nicht rechtzeitig geschafft. Daher mussten wir die Tickets umbuchen, was zum Glück kein Problem war. Als er ankam, war verständlicherweise für ihn der Abend gelaufen. Wir gingen gemeinsam zurück ins Hotel. Hierbei muss ich übrigens die öffentlichen Verkehrsmittel in Amsterdam erwähnen, die uns aufgeregt haben. Das Zugsystem gehört nicht zum U-Bahnsystem. Dafür muss man jeweils extra Tickets lösen. So hatten wir entweder die Wahl doppelt zu bezahlen, um vom Hotel in die Innenstadt zu kommen (eine Haltestelle mit der U-Bahn und eine mit dem Zug) oder einen halbstündigen Umweg mit der U-Bahn zu fahren und dafür aber nur ein Ticket zu lösen. Das ist richtig doof gemacht.

Jedenfalls ging es dann zurück ins Hotel und wir gingen dann erst am nächsten Tag in die Ice Bar. Am Sonntagmorgen verkniffen wir uns das Frühstück und holten uns, nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt sind, nur eine Kleinigkeit am Bahnhof. Dann ging es endlich zur Ice Bar. Das Ticket hat etwa 20,00 Euro pro Person bekommen, aber dafür kriegt man drei Getränkechips. Die Bar ist so aufgebaut, dass man zunächst in einer "normalen" Kneipe sitzt und den einen Getränkechip gegen einen Cocktail eintauschen kann. Irgendwann wird man dann aufgerufen. Nach einem erklärenden Video bekommt man eine Thermojacke und Handschuhe. Dann darf man in die eigentliche Ice Bar, in der alles aus Eis besteht. Irgendwie hatte ich mir das stylisher ausgemalt. Innen waren halt die Wände vereist und das ganze war wie ein Piratenschiff dekoriert. In Gläsern aus Eis kann man sich dann zwischen Shots oder Bier entscheiden und dafür seine beiden anderen Chips ausgeben. Minus zehn Grad herrscht in der Bar, in der man es vielleicht zwanzig Minuten aushält. Nachdem wir unsere Getränke getrunken hatten, war der Spaß auch schon vorbei. Aber es hat Spaß gemacht.

Danach hatten wir aber alle Hunger und wir fuhren wieder in die Food-Hallen, damit unser Kumpel das auch mal gesehen hatte. Nach dem Essen ging es dann weiter in die Innenstadt und wir besuchten "Ripley's Believe it or not". Das ist eine Ausstellung mit Kuriositäten unserer Welt. Mein Schatz wollte da schon vor zwei Jahren rein, aber damals war eine Attraktion geschlossen, sodass wir den Besuch verschoben haben. Für 14,00 Euro läuft man durch das Haus und sieht allerhand Kurioses, wie eine Nachbildung des größten Menschen, der jemals gelebt hat. Man sieht aber auch viele Dinge, die man schon mal gesehen hat (wie Nachbildung von afrikanischen Frauen, die einen Teller in der Unterlippe haben,  irgendwelchen Tieren oder Transformer-Statuen). Ein paar Dinge konnte man darin auch aktiv machen, aber das war insgesamt nichts Weltbewegendes. Wir hatten uns mehr erhofft, aber es war nicht mehr als nett.

Dann ging es weiter in die Stadt zu einem Bummel und wir gönnten uns alle ein süße Nachspeise, bevor es für unsere Freunde wieder Richtung Heimat ging. Sie mussten nämlich am nächsten Tag arbeiten. Wir fuhren noch gemeinsam zum Hotel zurück, wo unsere Autos standen und dann verabschiedeten wir uns voneinander. 

Mein Schatz und ich fuhren dann mit dem Auto weiter nach Den Haag, was etwa 45 Minuten dauerte. Dort checkten wir ins "The Hague Marriott-Hotel" ein, was recht teuer und viel steifer ist als unser vorheriges Hotel. Wir bezogen unser Zimmer und machten an dem Abend aber sonst nichts mehr. Was wir in Den Haag so erlebten, berichte ich dann morgen.

Montag, 22. April 2019

Urlaubsbericht: Niederlande - Teil 1

Seit drei Jahren planten mein Schatz und ich mit einem befreundeten Pärchen ein Wochenende in Amsterdam. Leider ist immer etwas dazwischen gekommen. Dieses Mal hat es endlich geklappt. Da wir aber zufällig beide auch noch Urlaub hatten, haben wir das Wochenende um ein paar Tage verlängert. Heute und in den nächsten Tagen möchte ich euch von unseren Erlebnissen berichten.

Los ging es am Freitag, den 12.04.2019. Wir fuhren gegen 11:00 Uhr von Frankfurt aus los. Mit einem Zwischenstopp kamen wir gegen 14:00 Uhr in Hürth an, wo wir unsere Freundin einsammeln wollten. Ihr Freund musste leider doch kurzfristig samstags auf der Arbeit einspringen, sodass er leider erst Samstagnacht nachkommen würde. Wir waren kurz bei ihr zuhause und haben besprochen, wie wir das am nächsten Tag machen wollten, da wir mit dem Freund ein Besuch in der Ice Bar in Amsterdam geplant hatten. Ich schmuste kurz mit ihren Katzen. Das war schön.

Dann ging es endlich weiter. Zu dritt machten wir uns auf den Weg nach Amsterdam. Leider verlief die Fahrt nicht reibungslos und so kamen wir erst relativ spät (19:15 Uhr) in unserem Teleport-Hotel in Amsterdam an. Wir bezogen unsere Zimmer, die ich übrigens sehr schön fand. Überhaupt war das Hotel sehr modern und jung eingerichtet. Auch die Mitarbeiter waren sehr jung und sehr nett. Nur die Wände waren ziemlich dünn und externe Badezimmer sind jetzt auch nicht das Beste. Ansonsten war das Bett so schön weich und ich habe so gut darin geschlafen wie seit Jahren nicht mehr.

Nachdem wir uns kurz frischegemacht hatten, fuhren wir mit den öffentlichen Verkehrsmittel noch in Richtung Innenstadt, wo wir zu Abend aßen und uns anschließend noch einen Cocktail (12,00 Euro für ein kleines Glas! Alkohol in den Niederlanden ist sehr teuer!) gönnten.

Damit war schon der erste Abend beendet. Am nächsten Tag schliefen wir gut aus, sodass wir erst gegen Vormittag zum Frühstücken gingen. Wir hatten kein Frühstück gebucht, sodass wir uns in der Nähe etwas suchten. Wir reservierten einen Tisch in einem anderen Hotel, was wir nicht wussten und aßen dort für relativ teure 14,50 Euro vom Frühstücksbuffet. Aber es war okay.

Anschließend ging es dann in die Stadt. Im Internet wurde mein Schatz auf eine Touristenattraktion aufmerksam, wofür wir gleich Karten bestellten. Mit der Fähre mussten wir hinter dem Hauptbahnhof auf die andere Seite fahren, wo sich das Gebäude von "This is Holland" befand. Darin macht man quasi einen "virtuelle" Flug über Holland und dessen Geschichte. Hierbei muss man durch drei Räume gehen. Vor dem ersten Raum kann man allerdings an Tablets ein Quiz beantworten, um seine Vorkenntnisse über die Niederlande zu erfragen. Dann geht es mit einer Gruppe von Leuten in einen Raum mit einer abgerundeten Leinwand, auf der ein achtminütiges Video zu der Geschichte von Holland gezeigt wird. Anschließend geht man in den nächsten Raum, in dem sich in der Mitte auf einem Tisch der Umriss der Niederlande abgezeichnet befindet. An den Wänden des Raumes befinden sich Monitore. Hier erklärt der Mann aus dem vorherigen Video erneut ein paar Sachen über Holland und gleichzeitig wird von oben auf den Tisch gefilmt, sodass die Karte "animiert" wird. Das sieht cool aus. Vor dem letzten Raum hatte ich ein wenig Angst, denn darin befindet sich eine Art Fahrgeschäft, welches ich bereits aus dem Europapark kannte. Man setzt sich nebeneinander auf eine Bank von Sitzen und muss sich festschnallen. Vor sich ist eine große Leinwand, die quasie halbrund ist. Man wird dann mit der Bank nach vorne geschoben, sodass man quasi in der Luft schwebt und man um sich herum nur die Leinwand sieht. Dann wird ein Film abgespielt: Man fliegt über die Niederlande, wobei sich die Sitze mitbewegen, man Wind und Wasser spürt und sogar den Geruch der gezeigten Tulpen riechen kann. Dieses Mal habe ich mich getraut und es hat mir sogar super gut gefallen. Dafür haben sich die 16,00 Euro tatsächlich gelohnt.

Danach schauten wir uns mit der Freundin die Innenstadt an und kauften allerhand Kleinigkeiten. Essen waren wir an diesem Samstag in "De Hallen", den sogenannten Food-Hallen. Da waren wir vor zwei Jahren schon einmal. In dieser riesigen Halle befinden sich allerhand Essens-Buden, sodass man sein Essen aus einer großen Auswahl kulinarischer Möglichkeiten aussuchen kann. Ich hatte mich für Pizza entschieden.

Da wir in der Nacht noch den Verlobten unserer Freundin erwarteten, wollten wir dafür ausgeruht sein. Also ging es zurück ins Hotel, wo ich mich ein paar Stündchen hinlegte. Wie es dann weiterging, erfahrt ihr morgen.