Donnerstag, 14. März 2019

[Film] Der goldene Handschuh

Inhalt: In den 70er Jahren lernte Fritz Honka einige Damen in der Hamburger Kneipe "Zum goldenen Handschuh" kennen und nahm sie mit nach Hause, wo er sie vergewaltigte und anschließend tötete.

Meine Meinung: Filme mit dramatischen Geschichten, die auch noch wahr sind, wecken mein Interesse. Ich hatte viel gehört und auch, dass er nichts für zarte Gemüter ist. Davon wollte ich mir selbst eine Meinung bilden. In dem Film geht es um Fritz Honka, der in den 1970er Jahren mehrere Frauen vergwaltigt und getötet hat. Er hat sie in der Hamburger Kneipe "Zum goldenen Handschuh" kennengelernt. Genau diese Kneipenatmosphäre mit den seltsamen Gestalten sieht man in dem Film. Es ist fantastisch geschauspielert und tatsächlich wird es ziemlich eklig und grausam. Allerdings hatte ich die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen, weil ich (wie auch das restliche Kino-Publikum) ständig lachen musste. Irgendwie werden die Charaktere ziemlich lächerlich dargestellt und das wirkt alles sehr albern. Ich weiß nicht, ob das Absicht ist, aber ich finde es ziemlich perfide, ein derart schreckliches Thema so lustig zu verfilmen. Und das ist mein Dilemma, denn ich hatte ehrlich gesagt viel Spaß beim Zuschauen. Mich hat er zum Lachen gebracht und eine gewisse Faszination ausgelöst. Filmisch gesehen ist er großartig, aber inhaltlich habe ich kein gutes Gefühl dabei, so einen Film zu feiern. Deshalb bin ich ziemlich zwiegespalten. Meine Bewertung bezieht sich deshalb lediglich auf den Film als künstlerisches Werk und nicht auf die damaligen, realen Geschehnisse.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Darsteller: Hark Bohm, Margarethe Tiesel, Jonas Dassler 
Regisseur(e): Fatih Akin 
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren 
Studio: Warner Home Video - DVD 
Erscheinungsjahr: 2019