Donnerstag, 28. März 2019

Ein Besuch in Weimar

Das vergangene Wochenende verbrachten mein Schatz und ich in der Nähe von Leipzig, um uns die Stadt und vor allem die Leipziger Buchmesse anzuschauen. Am Sonntag beschlossen wir auf der Rückfahrt kurzerhand, eine spontane Essenspause in Weimar zu machen, weil die Stadt auf dem Heimweg lag.

Nach etwas über einer Stunde Fahrt, parkten wir gegen 12:00 Uhr am Hauptbahnhof und wollten eigentlich nur schauen, ob dort irgendwelche Geschäfte offen hatten. Tatsächlich waren wir einem Mac Geiz und einem Pressseladen, wo wir ein paar Sachen kauften. Danach suchten wir nach einem Restaurant in der Nähe und fanden augenscheinlich ein gutes, welches nur 200 Meter entfernt war. Also liefen wir dahin. Es war recht kalt und so war unser Plan, nur etwas zu essen und weiter zu fahren. Bei schönerem Wetter hätten wir vielleicht mehr Zeit in Weimar verbringen wollen.

Als wir im Restaurant ankamen, welches wohl bemerkt sehr schön eingerichtet waren, fühlten wir uns dort aber nicht sehr wohl. Die Stimmung wirkte angespannt. Es waren wenige Gäste da und die Wirtin wirkte eher kalt. Es war außerdem sehr still in dem kleinen Restaurant, sodass wir uns nicht trauten, uns zu unterhalten. Also beschlossen wir, dort nur einen Kaffee zu trinken und ein anderes Restaurant zu suchen. Da wir nicht gefrühstückt hatten, war unser Hunger groß.

Das nächste Restaurant, das nach unserem Geschmack war, sollte etwa 20 Minuten zu Fuß von uns entfernt sein. Da das Wetter ein bisschen besser wurde und wir durch den Kaffee aufgewärmt waren, entschlossen wir uns doch, dorthin zu laufen. Und das war die beste Entscheidung. Auf dem Weg dahin sahen wir nämlich was von Weimar und die schönen Gebäude. Am Rathenauplatz machten wir ein paar schöne Fotos und von der Innenstadt sahen wir viel. Wir wurden auch aufmerksam auf das Weimar Haus. Darin kann man eine multimediale "Zeitreise" durch die Weimarer Geschichte machen. Wir entschlossen uns, das nach dem Essen auch zu tun.

In der Innenstadt hatten sogar ein paar Läden offen, z.B. Thalia und ein weiterer kleiner Buchladen. Das hat uns begeistert, denn so war die Stadt nicht ganz ausgestorben. Unser ausgesuchtes Restaurant sollte aber bald schließen, sodass wir uns spontan für ein anderes entschieden haben. Das war ebenfalls eine gute Entscheidung. Im Restaurant "Weißer Schwan" aß ich zum ersten Mal die Thüringer Spezialität "Thüringer Brätel" und das war so verdammt lecker. Als Dessert hatte ich Goethes Beerenpfannkuchen mit Liebeserklärung (tatsächlich bekam ich eine Papierrolle mit Goethes Liebeserklärung an seine Geliebte).

Anschließend ging es dann ins Weimar Haus und wir machten die halbstündige Zeitreise. Man geht dabei von einem Raum zum nächsten, die passend zur Zeit gestaltet sind. Die Geschichte beginnt in der Uhrzeit im Dschungel. In den Räumen hört man eine Tonaufnahme, in der einem die Geschichte näher erklärt wird. Man sieht teilweise Filmchen und der Raum bietet auch ein paar andere Effekte. Außerdem stehen dort Wachsfiguren herum, die von Künstlern von Madame Tussauds kreiert wurden. Automatisch öffnen sich die Türen zu den nächsten Räumen und demnach zur nächsten Epoche. Das ist ganz nett und interessant inszeniert. Der Eintritt kostete uns übrigens 7,00 Euro pro Person. Das war okay.

Schließlich verbrachten wir also doch etwa fünf Stunden in Weimar, bevor wir uns kurz nach 17,00 Uhr weiter auf den Heimweg machten. Weimar ist eine schöne Stadt und vielleicht besuchen wir sie ja noch mal an einem Wochentag, wenn alle Geschäfte geöffnet haben.