Montag, 22. Oktober 2018

Erotikmesse Venus 2018

Vom 11.10. bis zum 14.10.2018 fand dieses Jahr die Erotikmesse Venus in Berlin auf dem Messegelände statt. Dieses Jahr war ich so neugierig, dass ich mit meinem Schatz auch mal dort war. Was wir so erlebten, berichte ich im Folgenden.

Wir waren gleich am ersten Tag auf der Messe - am Donnerstag. Sie öffnete um 11:00 Uhr. Gleich am Eingang empfing uns eine Menschenmasse, da das Aushängeschild der Messe, Micaela Schäfer, gerade ein Interview gab. In verschiedenen "Outfits" trafen wir immer wieder an den unterschiedlichsten Ständen auf sie.

Als wir drinnen waren, befanden wir uns im Eingangsbereich, von dem man aus in drei Hallen gehen konnte. Links und rechts befanden sich die "herkömmlichen" Hallen und geradeaus war der "kinky" Bereich, wo man Lederzeug und Sachen für verschiedene Fesselspielchen kaufen konnte.

Doch gleich zu Anfang merkte ich, dass ich mir die Messe anders vorstellte. Ich dachte, es sei so ähnlich wie auf der Buchmesse, dass es viele kleine Stände nebeneinander in engen Gängen gäbe, die ihre Ware anboten, die aus möglichst unterschiedlichen Arten von "Spielzeugen", aber auch Büchern, Kalender und DVDs bestand. Das war aber alles anders. Die beiden "normalen" Hallen bestanden aus drei ziemlich breiten Gängen, in denen meist die verschiedenen Videoportale Werbung für sich machten. Es gab hin und wieder einen kleinen Stand mit beispielsweise asiatischen Gummipuppen oder außergewöhnlich großen Dildos. Das war aber eher eine Ausnahme. In beiden Hallen befand sich ein großer flohmarktartiker Stand, der verschiedene "Gimmicks" wie Dildos, Vibratoren, aber auch Plüschhandschellen wie Ramsch verscherbelte. 

In allen drei Hallen gab es verschiedene "Bühnen" (eine bestand quasi aus einem Bett), wo verschiedene Shows stattfanden. Meist waren es irgendwelche Frauen, die striptten oder sich betatschten. Von einer Halle aus ging es in den Ladies Bereich, wo wohl Männer strippten (da durften wir als Männer aber nicht hin) und in eine weitere Halle mit der größten Bühne. Dort gab es auch ein Rodeo, wobei der "Stier" aus einem Riesenpenis bestand. Auf dieser Bühne stripten stündlich irgendwelche Frauen, die sich meist zum Finale selbst mit einem Dildo befriedigten.

Es ist ganz klar, dass die Messe auf heterosexuelle Männer ausgerichtet ist, denn es gab keine strippenden Männern. Es gab eigentlich überhaupt keine Männer, bis auf einen, der mit seiner Partnerin strippte, sich aber im Gegensatz zu ihr nicht komplett entblößt zeigte. Für Homosexuelle ist die Messe wohl komplett uninteressant.

Da das Messegelände sehr klein ist, drehten wir zig Runden und erhofften uns, mal was "Neues" zu entdecken, was eigentlich nicht der Fall war. Witzig war es teilweise die Besucher zu beobachten. So lief ein Mann splitterfasernackt als Besucher durch die Gänge. Ein paar Ehepaare zeigten sich in Lederoutfits oder anderen anzüglichen Klamotten. 

Für mich wurde mit diesem Besuch etwas von meiner "Bucket-Liste" gestrichen. Ich wollte einmal die Venus besuchen und weiß nun, dass ich das nie wieder tun muss, da es nichts Außergewöhnliches bietet. Aber es war mal eine Erfahrung wert.