Sonntag, 21. Oktober 2018

[Elementum 3] Lodernde Flamme - Kapitel 15

Alle reagierten entsetzt, als sie von Kelvin von Zimmenthal erfuhren. Besonders Robin reagierte wütend. Er war fassungslos und dachte erst, es sei ein schlechter Scherz seiner Freunde, als sie ihm alles im Gruppenchat erzählten.
Er verschwendete keine Zeit und informierte sofort seinen Mentor Florian Argon. Er fackelte nicht lange und ließ schnell eine Untersuchung gegen Herrn von Zimmenthals Sohn durchführen.
Doch diese blieb leider ohne Ergebnis.
Er hat leider ein Alibi. Kelvin von Zimmenthal und sein Vater können beweisen, dass er nicht mal in der Nähe von Frankfurt war, als der Kampf mit euch stattfand.“
Das kann nicht sein“, widersprach Robin sauer. „Wir haben sein Gesicht gesehen und meine Freunde irren sich ganz bestimmt nicht. Er hatte uns angegriffen und beinahe getötet. Wahrscheinlich war er oder sein Vater es auch, der Rektor Quinn um die Ecke gebracht hat.“
Ich glaube dir ja, Robin“, entgegnete der rotbärtige Feuer-Elementarist. „Aber mir sind die Hände gebunden. Ohne eindeutige Beweise dürfen wir ihn nicht festnehmen.“

Das kann doch nicht sein“, schrie das junge Elementum los. „Das ganze Haus 4E ist in Gefahr, solange die beiden dort walten. Jemand muss sie doch aufhalten.“
Es tut mir leid“, entschuldigte sich Florian Argon. Und damit war das Gespräch leider beendet.

Währendessen feierten im Schulleiterbüro des Internats Vater und Sohn ihren Siegeszug.
Wir haben es geschafft, Vater“, freute sich Kelvin.
Tiberius von Zimmenthal lächelte böse.
Nicht ganz, mein Sohn, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir konnten das Elementum zwar vom Haus verbannen, aber er könnte uns dennoch gefährlich werden.“
Es tut mir leid, dass ich ihn nicht endgültig auslöschen konnte“, entschuldigte sich der Sohn.
Da verebte das Lächeln des Vaters und er sprach mit strengen Worten:
Das war auch eine absolute Schande und Enttäuschung. Außerdem hätten sie niemals dein Gesicht sehen dürfen. Jetzt haben wir fünf misstrauische Schüler, die eventuell auch andere auf ihre Seite ziehen könnten.“
Aber immerhin hast du die Gruppe trennen können.“
Pah!“, schimpfte der Wasser-Elementarist laut. „Für die Unterrichtszeit habe ich sie getrennt. Vielleicht auch in ihren Zimmern. Aber in ihrer Freizeit darf ich ihnen nicht verbieten, miteinander zu verkehren. Das wird uns vielleicht noch Probleme schaffen.“
Du meinst, diese schwachen Kinder werden uns noch in die Quere kommen?“ Kelvin musste unwillkürlich lachen, was seinen Vater noch mehr verärgerte.
Die vier Schüler, die noch hier sind, vielleicht nicht. Aber das Elementum muss endgültig beiseite geschafft werden. Ich will ihn tot sehen.“
Wie sollen wir das schaffen? Er ist jetzt bei der E-Wehr und das war deine Idee.“
Aber doch nur, weil du versagt hast!“ Er packte seinen Sohn am Kragen und schrie wütend:
Hättest du nicht alles vermasselt, wäre alles nach Plan verlaufen. Ich habe dich hier hereingeschmuggelt und du hättest ihn nur im Schlaf erstechen müssen. Das war eine ganz einfache Aufgabe. Bei Quinn hatte ich es doch auch geschafft.“
Vater“, flehte Kelvin, „lass mich runter.“
Da ließ ihn der neue Schulleiter los und versuchte sich wieder zu beruhigen.
Das Elementum war nicht in seinem Bett, sonst hätte ich es auch geschafft. Ich musste mir einen Plan B überlegen und da ist mir das mit der Entführung eingefallen.“
Überlasse das Schmieden von Plänen das nächste Mal mir. Wie du gesehen hast, sind deine Pläne zum Scheitern verurteilt.“
Und was hast du nun für einen Plan?“
Der Gesichtsausdruck von Tiberius von Zimmenthal wurde wieder grimmiger. Er griff sich ans Kinn und sprach:
Einen Plan habe ich noch nicht, aber wir müssen es schaffen, diesen Robin Held loszuwerden. Ich habe noch Großes vor. Auf dem Weg zur Weltherrschaft soll er mir nicht im Wege stehen.“
Kelvin nickte unterwürfig. Er wollte seinen Vater nicht weiter verärgern.
Zumindest hat Dreizack Zugang zu dem Jungen. Vielleicht macht er seine Sache besser als du“, beschwor der Schulleiter.
Narius Dreizack ist ein dicker Schwächling“, fluchte Kelvin. „Er hat doch auch keine Chance gegen den Jungen.“
Aber mit seiner Hilfe kann ich einen geeigneten Plan schmieden.“