Dienstag, 17. Juli 2018

Mein Sommerurlaub Teil 2 - Lehesten

Vor ein paar Tagen berichtete ich von dem Anfang meines "Deutschland-Trips" mit meinem Schatz. Wir waren zuerst in einem Wellness-Hotel in Masserberg. Heute berichte ich davon, wie es dann weiterging.

Wir fuhren in ein wirklich kleines Dörfchen, was zu Lehesten gehört. Schmiedebach besteht quasi nur aus einer Straße, auf der links und rechts ein paar Häuser stehen. Ein Haus davon ist ein altes Schulgebäude und darin befindet sich ein Papiertheater-Museum mit einer Ferienwohnung. Dort quartierten wir uns für eine Nacht ein. Das Papiertheater-Museuem gehört nämlich einer Bekannten von mir und diese wollte ich da unbedingt besuchen.

Als wir gegen Mittag dort ankamen, wurde uns gleich unser Zimmer gezeigt. Ich fand es ganz schön, aber mein Schatz fand es durch die altmodischen Möbel ziemlich gruselig. Vor allem standen in der ganzen Ferienwohnung alte Puppen herum, weil meine Bekannte mit dem Sammeln von Puppen begonnen hatte, bevor sie zum Papiertheater kam.


Gerade hatte sie zufällig eine kleine Ausstellung in Judenbach. Dorthin begleiteten wir sie dann auch und schauten uns dort ihre ausgestellten Papiertheater an. Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Spielzeugmanufaktur und so bekamen wir noch eine Führung durch die dauerhafte Ausstellung darin. Der Enkel des Künstlers Ali Kurt Baumgarten präsentierte uns das Werk seines Großvaters, was sehr interessant war. Leider hätte eine Fotoerlaubnis Geld gekostet und so konnte ich dort keine Fotos machen. Die zweite Ausstellung in dem Gebäude betraf mechanische Spielzeuge, was ebenfalls recht interessant war. Manche von den Spielsachen kannte ich noch aus meiner Kindheit.

Am späten Nachmittag bekamen wir dann noch eine Führung durch das private Papiertheater-Museum. Meine Bekannte, ihre Mann und ihre Enkelkinder gaben uns sogar eine kleine Vorstellung mit einem Theater. Mich beeindruckte das total und ich lernte viel dazu. Früher, als es noch keine Fernseher gab, trafen sich die Menschen und spielten sich Papiertheaterstücke zur Unterhaltung vor. Das war für die Leute ein richtiges Event. Heute wird das leider nicht mehr so geschätzt und daher verlor das Papiertheater immer mehr an Bedeutung. Heutzutage gibt es kaum Interesse dafür, wobei die Theater und Figuren so schön gestaltet sind. Ich sehe darin echte Kunst und ich glaube, noch heute würden sich Kinder an dem Spiel erfreuen.


In dem alten Schulgebäude gibt es übrigens noch eine relativ original erhaltene Schulklasse mit Tafel und alten Schulbänken. Das sieht richtig toll aus und ich könnte mir das noch so richtig als Filmkulisse vorstellen.

Am Abend ging es dann noch in ein Restaurant. Da das Dörfchen kaum Angebote liefert, mussten wir mit dem Auto ein Stück fahren. Für mich wäre das ja absolut nichts, wenn man so fernab von der "Zivilisation" lebt. Nachts war es so dermaßen still, dass man jedes Minigeräusch wahrnehmen konnte.

Am nächsten Morgen plauderten wir noch ein bisschen mit meiner Bekannten und dann ging es für uns auch schon weiter zu unserer nächsten Station.