Donnerstag, 5. April 2018

Reisebericht: Roadtrip (Teil 2)

Vor ein paar Tagen berichtete ich bereits von dem Anfang unseres Roadtrips, der in Köln und dessen Umgebung startete. Heute erzähle ich davon, was wir im zweiten Teil unserer Reise so erlebt haben.

Am Freitag, den 30. April 2018, checkten wir im nächsten Hotel in Köln Mühlheim ein, wo wir zwei Nächte verbringen sollten. Wir hatten ein recht kleines, aber sauberes und gemütliches Zimmer im Centro Hotel Ayun. Leider war ein hässtliches, graues Dach und die Zuggleise direkt vor unserem Fenster. Aber das fanden wir garnicht so schlimm. Am Freitag chillten wir zunächst im Hotelbett, da es ein Feiertag war und deshalb nichts los war. Abends schalteten wir nebenbei RTL ein, wo die Verfilmung von Sebastian Fitzeks "Das Joshua-Profil" lief. Aber der Film war so langweilig (im Gegensatz zum Buch), dass er nicht unsere vollkommende Aufmerksamkeit erhalten konnte. Nach dem Film entschieden wir uns, doch noch mal nach Köln reinzufahren und das Nachtleben zu erkunden. Wir landeten in einer Kneipe, was aber jetzt auch nicht gerade den größten Spaß gebracht hatte.

Am nächsten Tag waren zum Glück wieder die Geschäfte geöffnet und so konnten wir die Köln Arkaden erkunden und dort ein wenig shoppen gehen. Wir aßen dort auch und das war dann ganz nett. Am Abend gingen wir noch ins Kino Cinenova, wo wir uns den Film "Call Me By Your Name" angeschaut haben.


Am Ostersonntag checkten wir aus dem Hotel aus uns fuhren weiter nach Aachen. Dort hatten wir dann für drei Nächte ein Zimmer im günstigen A&O Hotel gebucht. Das war das einfachste Zimmer, was wir auf der ganzen Reise hatten, aber zum Schlafen hat es gereicht. Das Zimmer war sauber und das Badezimmer hatte alles, was wir brauchten. Nach einem kurzem Abstecher zum Aachener Hauptbahnhof (wo zumindest ein paar Läden geöffnet hatten) ginngen wir abends zum "Oecher Bend" - ein Jahrmarkt, welcher gerade stattfand. Das war ganz schön dort - vor allem, weil es ein Laufhaus gab, dass die Marvel-Superhelden zum Thema hatte. Wir haben dort ein paar nette Stunden verbracht, was gegessen und sogar an ein paar Spielen teilgenommen (aber nichts gewonnen).


Am Montag war ja immernoch Feiertag, aber im Internet fand ich raus, dass die Geschäfte in dem nur etwa 40 Minuten entfernten Maastricht in den Niederlanden geöffnet hatten. Dort haben die Geschäfte scheinbar an jedem Tag des Jahres geöffnet (außer am Ostersonntag). Und so konnten wir dort ein paar schöne Stunden verbringen. Die Innenstadt sah sehr schön aus und so langweilten wir uns nicht. Am Abend gingen wir in Aachen dann noch etwas bei einem Italiener essen.


Am Dienstag fuhren wir dann ein weiteres Mal ins Ausland. Die Stadt Lüttich (frz.: Liegè) in Belgien liegt ebenfalls nur etwa 40 Minuten von Aachen entfernt. Da ich im Internet gelesen hatte, dass man dort auch gut einkaufen kann, fuhren wir dahin. Leider hat es uns dort nicht so gut gefallen - bis auf die Comicläden, die es da gab. Am Abend waren wir dann noch in einem orientalischen Restaurant in Aachen essen.

Unsere Reise neigte sich am Mittwoch dem Ende entgegen. Wir checkten am Mittwoch aus, was aber in einer kleinen Katastrophe endete. Das A&O in Aachen schien uns von Anfang an etwas chaotisch. Wir kennen bereits viele Hotels dieser Kette, aber das war das Schlimmste. An der Rezeption hatten sie keine Ahnung. Wir wurden gefragt, ob wir auch am Abreisetag frühstücken wollten. Das verneinten wir und trotzdem wurde es gebucht. Wir mussten dreimal Bescheid geben, dass wir das Frühstück stornieren möchte. Am Dienstagabend entschieden wir uns spontan, Late Check-Out zu buchen. Übers Internet regelten wir das. Wir zahlten zehn Euro und durften somit um 14:00 Uhr statt um 11:00 Uhr auschecken. Dafür hatten wir auch eine Buchungsbestätigung. Doch am Mittwoch wollten uns dreimal die Putzleute aus dem Zimmer scheuchen und kamen einfach rein. Sie nervten solange, bis wir das an der Rezeption geregelt hatten. Trotzdem wurden sie unverschämt. Zudem wurden mir am Vortag meine Handtücher mitgenommen und keine neuen ausgelegt. Dieses Hotel kann ich nicht empfehlen und dorthin werden wir kein zweites Mal hinfahren. 

Nach dem Auschecken unternahmen wir was ganz "Neues": Wir fuhren zum Aquis Plaza - ein Einkaufszentrum in Aachen. Dort überbrückten wir ein paar Stunden, bis zur großen Überraschung für mich. Mein Schatz hatte mir die ganze Woche über etwas versprochen und ich freute mich darauf. Ich war gespannt, was mich erwarten würde. Ich ahnte etwas, aber definitiv wusste ich es ja nicht.


Schon in der vorherigen Woche, als wir im Phantasialand waren, hatte ich einen Flyer für eine Dinner-Show in der Hand. Und genau dahin entführte mich auch mein Schatz. "Fantissima" ist ein Theater im Phantasialand, das eine Varieté-Show mit einem Fünf-Gänge-Menü verbindet. Je ein Gang wird mit einem Teil der Show abgewechselt. Die Show war ganz nett, auch wenn ich schon bessere gesehen habe. Mir war das zu viel Tanz und Gesang und zu wenig Artistik. Außerdem waren die Artistik-Einlagen wenig abwechlsungsreich. Dafür war das Menü um so besser. So gut isst man selten. Es war so phantastisch und auch wenn die einzelnen Gänge winzig erscheinen, war ich im Nachhinein pappsatt. Schon alleine deswegen würde ich das noch einmal machen. Für mich war das ein gelungener Abschluss des Roadtrips.


Um kurz nach 2:00 Uhr in der Nacht kamen wir wieder daheim an und verbrachten die erste Nacht wieder im heimischen Bett.