Mittwoch, 4. April 2018

[Film] Call Me By Your Name

Inhalt: Elio verbringt mit seiner Familie den Sommer in Italien. Sein Vater ist Professor und holt sich einen Studenten aus den USA, um ihm zu assistieren. Elio verliebt sich in den jungen Mann, doch der Altersunterschied scheint eine große Hürde zu sein.

Meine Meinung: Eine Liebesgeschichte zwischen einem Teenager und einen Studenten und welche gesellschaftlichen Erwartungen sie unterliegen, haben mich sehr interessiert. Der Film spielt in den 1980ern. Elio ist ein sehr gebildeter Junge, der mehrere Sprachen beherrscht, viel liest und verschiedene Instrumente spielen kann. Seine Eltern sind ebenfalls derartig gebildet. Sie verbringen den Sommer über in Italien. Elios Vater holt sich für seine Arbeit einen amerikanischen Studenten, der ihm assistieren soll. Anfangs scheint er ziemlich eingebildet, doch nach einer Weile verliebt sich Elio in ihn. Doch es ist eine verbotene Liebe und daher nicht leicht für die beiden. Ich muss zugeben, dass ich dem Film zwiespältig gegenüber stehe. Zu Anfang finde ich ihn sehr interessant. Die Stimmung ist mitreißend und der Faktor der Erotik wird hier anregend umgesetzt. Allerdings finde ich ihn auch teilweise ziemlich unlogisch und kitschig. So gibt sich der Student Oliver eigentlich anfangs ziemlich machohaft und arrogant. Und urplötzlich zeigt er ebenfalls Gefühle für den Teenager Elio, ohne dass das vorher angedeutet wurde. Das ist leider nicht sehr gut gelungen. Es gab noch weitere Stellen, die ich irgendwie seltsam fand. Besonders das Verhalten der Eltern überzeugt mich nicht - zum Schluss hat mich der Vater sogar nur noch dazu gebracht, die Augen zu verdrehen. Das Potential des Filmes leider nicht genutzt worden.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Regie: Luca Guadagnino
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren 
Studio: Sony Pictures Home Entertainment 
Erscheinungsjahr: 2018 
Spieldauer: 132 Minuten