Samstag, 21. April 2018

[Buch] Helga von Helga F. mit Sabine Weigand

Inhalt: Helga wurde 1931 als Hermann geboren. Schon als Fünfjähriger, wusste er, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Er wäre viel lieber ein Mädchen gewesen. Transsexualität war bis dahin noch kein Thema. 

Meine Meinung: Das Thema Transidentität interessiert mich schon seit einiger Zeit sehr. Mit dieser Biografie erfährt man die Geschichte einer transidenten Frau aus einer Zeit, in der es dies eigentlich noch garnicht gab. Helga wurde 1931 als Hermann geboren und sie wusste damals nicht, was mit ihr los war. Dieses "Phänomen" gab es einfach nicht und daher waren sie selbst und auch die Mediziner noch relativ ratlos. Auch in Rechtsfragen war das alles nicht so, wie es heute ist. Helgas bewegende Geschichte hat mich sehr fasziniert, aber auch emotional ergriffen. Die Co-Autorin schafft es, Helgas Persönlichkeit durch die lockeren und teils sehr witzigen Sprüche sehr gut herüberzubringen, dass man das Gefühl hat, Helga sehr gut kennenzulernen. Und wenn man sich an den fränkischen Dialekt gewöhnt hat, findet man ihn nicht nur passend, sondern auch unterhaltsam. Die Fotos unterstützen die Erzählungen sehr, sodass man quasi an Helgas Leben teilnimmt. Mir hat das Werk sehr gut gefallen und kann es nur jedem empfehlen, wer sich mit solchen Themen beschäftigt.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 2 (25. August 2016) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3810525251 
ISBN-13: 978-3810525253