Samstag, 24. Februar 2018

[Gesellschaftsspiel] Dreams

In diesem Spiel geht es um Götter, Sterbliche und Sternenbilder. Die Mitspieler nehmen pro Runde entweder die Rolle eines Gottes oder eines Sterblichen an. Die Götter müssen den Sterblichen erkennen und der Sterbliche muss die wahre Vision erkennen.

Wenn man sich die Spielmaterialien anschaut, ist man zunächst einmal begeistert. Statt eines starren Spielbretts, findet man eine weiche Matte, die man aufrollt. Hinzu kommen schwarze, graue und durchsichtige Steinchen (aus Plastik) in verschiedenen Größen. Am beeindruckendsten sind allerdings die Bildkarten, die entfernt an Tarotkarten erinnern und zum größten Teil sehr schöne Motive enthalten.

Doch leider verspricht die Aufmachung mehr, als das Spiel dann halten kann. Zunächst einmal werden Stapel von runden Plätchen (der Anzahl der Spieler entsprechend)  gemischt und der Spieler, der an der Reihe ist, muss blind einen der Stapel ziehen und an die Mitspieler verteilen. Sie entscheiden darüber, wer der Sterbliche unter den Göttern ist. Die restlichen Plättchen enthalten eine bestimmte Zahl von 1 bis 4.

Dann werden vier Bildkarten offen auf den Tisch neben die Matte gelegt. Die Zahl, die die Spieler (bis auf der Sterbliche) auf ihren Plättchen sehen, entspricht dem Bild der "wahren Vision". Nun müssen die Spieler reium ihre Steinchen so auf die Plättchen legen, dass sie ähnlich wie bei Sternbildern diese wahre Vision ergeben. Der Sterbliche ist der einzige, der keine Ahnung hat, welches Bild das richtige ist. Deshalb legt er seine Steine so, dass die anderen möglichst nicht erraten, dass er der Sterbliche ist. Leider hat die Unterschiedlichkeit der Steine überhaupt keine Bedeutung und das ist schade.

Wenn alle Steine gelegt sind, müssen die Götter raten, wer der Sterbliche ist und der Sterbliche muss die wahre Vision (also das richtige Bild) erraten. Wer dies schafft, darf seine Mondsichel (den Spielstein) auf einer Leiste voran ziehen. Wer als erstes 16 Punkte erreicht, gewinnt das Spiel.

Mir gefällt das Spiel nur mittelmäßig, da die Bildkarten teilweise so leer sind, dass man die Steine nicht gut legen kann. Überhaupt entsteht beim Legen der Steine keine Spannung. Die ersten Runden sind vielleicht noch interessant, weil man das Spielprinzip noch nicht richtig versteht. Aber nach einer gewissen Zeit stellt sich eine Routine ein. Das Spiel ist quasi ein Ratespiel und hat dann nur noch was mit Glück zu tun. Man könnte auch das Steinelegen weglassen und einfach so ein bisschen herumraten, wer der Sterbliche ist.

Bis auf 16 Punkte zu kommen dauert eine gefühlte Ewigkeit. Das nächste Mal würde ich wohl weniger Punkte als Ziel vereinbaren. Insgesamt finde ich, dass es viel Tamtam um nichts macht, wenn man die nette Aufmachung betrachtet.