Montag, 31. Juli 2017

Ein Wochenende in Stuttgart

Mein Schatz hat letzte Woche ganz plötzlich Tickets für das Unicorn-Hill-Festival in Schwäbisch Gmünd von dem DJ Cuebrick gewonnen. Das Festival sollte zum ersten Mal stattfinden und da es am vergangenen Wochenede war, wussten wir nicht, ob wir das so spontan besuchen könnten. Außerdem war noch nicht klar, wie das Wetter werden sollte.

Also entschieden wir am Freitag ganz spontan. Auf dem Weg nach Schwäbisch Gmünd liegt Stuttgart und da dort gerade der Christopher-Street-Day anstand und es dort wohl viele Veranstaltungen gibt, beschlossen wir eine Nacht in Stuttgart zu verbringen. Wir buchten ein Hotel für eine Nacht und fuhren die etwa zweieinhalb Stunden in die Hauptstadt von Baden-Württemberg.

Das Hotel war sehr klein, aber dafür sehr gemütlich. Wir hatten sogar einen Balkon. Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, zogen wir los und gingen zunächst einmal etwas essen. Wir waren in der Alten Kanzlei - ein sehr, sehr leckeres Restaurant. Dieses Restaurant kann man nur wärmstens empfehlen. Die Bedienung war sehr freundlich und das Essen hat einfach fantastisch geschmeckt. Ich hatte ein Fleischküchle (Frikadelle) mit Karotten und Bratkartoffeln und zum Nachtisch ein Art Apfelstrudel mit Vanillesoße. Wenn ich daran denke, läuft mir noch immer das Wasser im Mund zusammen.

Anschließend ging es dann in einen Club, wo wir ein paar Drinks zu uns nahmen und die Stuttgarter Menschen beim Feiern beobachteten. Gerade beim CSD sieht man sehr viele coole kuriose Personen. Leider mussten wir ja am nächsten Vormittag auschecken und damit wir etwas Schlaf bekamen, waren wir gegen zwei Uhr wieder im Hotel.


Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstücksbufett im Hotel und danach ging es auch schon los in Richtung Schwäbisch Gmünd. Obwohl die Festivaltickets den Zeltplatz enthielten, entschieden wir uns dagegen, dort zu übernachten. Wir sind keine Camping-Leute und besitzen weder Zelt noch Schlafsäcke. Gegen 13:00 Uhr kamen wir beim Festival an. Und da traf uns die Enttäuschung. Das Festival bestand aus zwei Bühnen auf einem Flugplatz. Es waren ein paar Stände aufgebaut, an denen man etwas zu essen und zu trinken erstehen konnte. Aber mehr war da nicht. Zu dieser Uhrzeit war auch kaum etwas los. Da es sehr leer war, langweilten wir uns. Wir holten uns etwas zu trinken und setzten uns auf eine Bank. Wir kannten ja auch niemanden und so fühlten wir uns etwas fehl am Platz. Anderthalb Stunden etwa beobachteten wir das Geschehen, aber es passierte nichts. Sogar die DJs machten dazu ein paar Scherze, denn irgendwie war es wahrscheinlich auch für sie komisch, Musik für zwei tanzende Menschen zu spielen. Kurzerhand entschieden wir uns, das Festival wieder zu verlassen.


Wir beschlossen zurück nach Stuttgart zu fahren, dort ein neues Hotelzimmer zu nehmen und den CSD dort zu feiern. Wir fanden wieder ein Hotel, bei dem wir ein kleines Zimmer bekamen. Es war sehr günstig, also kann man sich nicht beschweren (auch wenn die hygienischen Bedingungen nicht die besten waren). Wir ruhten uns erst einmal wieder etwas aus und zogen dann los ins Stuttgarter Nachtleben. Das war ganz schön. Bis in die Nacht hinein feierten und kamen erst gegen fünf Uhr am Morgen zurück ins Hotel. Gut, dass wir zwei Übernachtungen gebucht hatten und so konnten wir am Sonntag lange ausschlafen.

Am Nachmittag gingen wir dann noch einmal in die Stadt, aßen etwas und schauten uns in der Innenstadt um, wo einige Stände für den CSD aufgebaut waren. Irgendwann wurde ich dann vom vielen Laufen wieder müde und so ging es zurück ins Hotel. Dort waren wir noch bis abend um halb elf. Da mein Schatz am nächsten Tag noch einen Termin zuhause hatte, konnten wir die Nacht nicht in Stuttgart verbringen. Und so fuhren wir noch nachts wieder zurpck nach Hause.

Es war ein recht chaotisches Wochenende und nicht alles lief wie geplant. Es war auch irgendwie sehr anstrengend, sodass ich echt von Sonntag auf Montag viel Schlaf nachzuholen hatte. Aber zumindest hat man etwas erlebt.

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