Donnerstag, 2. Juni 2011

Föhn mich nicht zu von Stephan Serin

Inhalt: Stephan Serin erzählt in lustigen Anekdoten über seine Zeit der Lehrerausbildung, insbesondere über das zweijährige Referendariat und mit was er sich in dieser Zeit herumplagen musste.

Meine Meinung: Da ich mich selbst in der Lehrerausbildung befinde, war ich teilweise sehr schockiert über die Gedanken, die hier der Autor hegt. Welche Äußerungen er gegenüber seinen Schülerinnen und Schülern pflegt, wie er eigentlich zum Lehrberuf steht und was für Hintergedanken er teilweise hat, sollte für eine angehende Lehrkraft tabu sein. Andererseits erwischte ich mich beim Lesen manchmal selbst dabei, dass ich die gleichen Gedanken teile, sie aber nie so ausdrücken würde, um mir selbst nicht die Blöße zu geben. Also realistisch scheinen seine Erlebnisse schon zu sein, auch wenn mich das ziemlich abschreckt und mir vor meinem eigenen Referendariat Angst einflößt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein "Nicht-Lehrer" über diese Thematik amüsieren kann. Davon abgesehen ist der Stil des Autors gewöhnungsbedürftig, da er nicht wirklich chronologisch berichtet, sondern auch Sprünge macht. Richtig lachen musste ich nicht, nur einmal habe ich mich beim lauten Schmunzeln erwischt. Gut ist auch, dass man es schnell und flüssig durchlesen kann. Insgesamt eher kein Buch für die Allgemeinheit, sondern lediglich für Leute, die sich mit dem Lehrberuf beschäftigen.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 256 Seiten 
Verlag: rororo; Auflage: 8 (1. September 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3499626705 
ISBN-13: 978-3499626708