Dienstag, 28. Juni 2011

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

Inhalt: Anna verliebt sich in Tannatek, der nur polnischer Kurzwarenhändler in der Schule genannt wird. Eigentlich weiß sie nichts über ihn, aber das macht ihn wahrscheinlich so interessant. Nach und nach erfährt sie, dass er alleine mit seiner kleinen Halbschwester Micha wohnt und sie irgendwie durchbringen muss, seitdem ihre Mutter verschwunden ist. Doch das ist nicht so leicht, denn Michas Vater erhebt Anspruch auf sie und auch das Sozialamt möchte wissen, wo Michas Mutter ist. Und dann gibt es auch noch Tote.

Meine Meinung: Dies ist ein wirklich vielschichtiges Buch mit einer unglaublich umfangreichen Geschichte. Und diese Geschichte wird dann noch auf zwei Arten erzählt - einmal in der Wirklichkeit und was wirklich passiert und dann noch mal in der Form eines Märchens aus der Sicht von Tannatek, der es seiner kleinen Schwester und seiner Schulkameradin Anna (die sich sehr für ihn interessiert) erzählt. Das Besondere an dem Buch ist wirklich lediglich, dass alle Geschehnisse in einem Märchen widergespiegelt werden. Ansonsten kann man das Buch als einen gut gelungenen Thriller ansehen. Negativ anzumerken sind höchstens die oft vorkommenen romantischen Ausschmückungen von Gemütslagen und die oft vorkommenen Metaphern. Das wirkt ein wenig so, als ob die Autorin zwanghaft poetisch schreiben wollte. Leider verfehlte sie dies und daher ist die Wirkung nur kitschig. Trotzdem ein empfehlenswertes Werk.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
℗℗℗℗ 

Gebundene Ausgabe: 446 Seiten 
Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (Februar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3789142891 
ISBN-13: 978-3789142895

Kommentare:

  1. Das Buch hört sich echt mega gut an. Und wenn Du 4 Punkte vergibst muss das was heißen.. :) Lg Diti

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  2. Ja, es ist auch wirklich gut, aber ich denke, man werden ein wenig enttäuscht sein, dass ich nicht 5 Punkte vergebe. Aber jeder hat seine eigene Meinung! ^^

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  3. Komplett andere Sicht des Buches. Aber das macht es so interessant :-)

    Schöne Rezi!!

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  4. Hi Pero,

    das mit den Metaphern ist mir gar nicht so aufgefallen. :-)

    Volle Punktzahl hat es bei mir allerdings auch nicht gegeben. Im Ergebnis stimme ich mit Dir überein, dass es ein "gutes - sehr gutes" Buch ist.

    Viele Grüße, Dir eine schöne Woche,
    Jogi

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