Sonntag, 11. Oktober 2020

ROADTRIP 2020 - Teil 2

Wie gestern im ersten Teil dieses Berichts beschrieben, waren bzw. sind mein Schatz und ich auf einer kleinen Reise mit vier Stationen. Heute geht es um die zweite Station: Von Mittwoch bis Freitag (sehr früh am Morgen) waren wir in Potsdam.

Am Mittwoch checkten wir gegen 14:30 Uhr in unserer zweiten Unterkunft im Holländischen Viertel in Potsdam ein. Wieder hatten wir ein schönes Arpatement, allerdings nur mit Schlafbereich und einem Badezimmer (wieder mit einer kleinen Badewanne). Eigentlich hatten wir überlegt, ob die zweite Station Berlin sein würde, aber wir waren da ja schon ein paar Mal und wenn wir dort sind, wollen wir richtig feiern gehen. Wegen Corona ist das nicht möglich, also dachten wir uns, wir lernen mit Potsdam mal was Neues kennen.

Und was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, denn ich wusste nicht, wie schön Potsdam ist. Ich hatte überhaupt keine Ahnung, dass es dort ein holländisches Viertel gibt, was wirklich aussieht, als wäre man in Amsterdam. Dort gibt es tolle Restaurants und Cafés. Ansonsten wusste ich auch nicht, dass in Potsdam das eigentliche, originale Brandenburger Tor, wenn auch kleiner als das in Berlin, steht. Dann gibt es noch das Schloss Sansouci mit dem wunderschönen Park. Ins Schloss haben wir es nicht geschafft, aber wir haben uns den Park angeschaut.

Am Mittwoch schafften wir es nur, durch die Stadt zu schlendern, uns die Gegend anzuschauen. Wir sahen das Brandenburger Tor und ein Stück vom Park Sansouci. Wir aßen lecker in einem tollen Restaurant, wo ich ein super Gulasch hatte. Am Abend aßen wir Käsekuchen in einem bekannten Käsekuchen-Café, was uns empfohlen wurde.

Den Tag darauf starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in einem Frühstücksrestaurant (da gibt es den ganzen Tag über Frühstück). Danach schauten wir uns den Sansouci Park ausführlich an und machten viele Fotos dort. Es ist traumhaft und sogar die Sonne schien, sodass wir tolle Fotos machen konnten. Das hat richtig Spaß gemacht, auch wenn dann irgendwann graue Wolken aufzogen.

Den Nachmittag verbrachten wir bei den Belitzer Heilstätten. Das ist ein Gelände mit einem ehemaligen Krankenhaus, in dem Tuberkulose behandelt wurde. Es war regnerisch, aber das war nicht so schlimm. Das machte die Atmosphäre noch etwas gruseliger. Wir zahlten 45 Euro zusammen, aber neben Eintritt gehörte eine Führung durch die alte Chirurgie dazu. Zunächst aber betraten wir einen Baumkronenweg. In der Höhe kann man da quasi in den Bäumen lang laufen, was mir mit meiner Höhenangst Panik bereitet hatte. Aber ich kämpfte mich mutig den Weg entlang. Das letzte Stück und den Turm, der noch höher nach oben führt, ließ ich aber aus, als der Wind etwas heftiger wurde und ich das Gefühl hatte, dass es wackelte. Anschließend ging es dann zur Führung, wo wir viel über die damalige Behandlung von Tuberkulose erfuhren. Das Krankenhaus wurde in den 1930ern gebaut und war noch bis etwa Mitte der 1990er aktiv. Heute ist es sehr heruntergekommen und durch Vandalismus wurde sehr viel beschädigt, was das Gebäude sehr gruselig macht. Man muss während der Führung auch einen Helm tragen, da Sachen von der Decke fallen könnten. Es war super interessant und so hatten wir den Tag sehr gut genutzt.

Am Abend gingen wir dann noch was essen. Am nächsten Tag mussten wir aber sehr früh raus, da wir zur nächsten Station fuhren, wo wir unseren 10. Jahrestag verbringen wollten.

Fortsetzung folgt.