Sonntag, 14. Juni 2020

WORLD CLUB DOME - Las Vegas Drive-In

Lertztes Wochenende hätte das Musikfestival World Club Dome stattgefunden, aber wegen Corona wurde es abgesagt. Stattdessen gab es Ersatzveranstaltungen und wir besuchten letzten Samstag, den 06.06.2020 die WCD Las Vegas Drive-In Edition in Mannheim.


Dieses Event fand von 19:00 Uhr bis Mitternacht statt und ein paar DJs bereiteten dem Publikum endlich einmal wieder ein paar lustige Feierstunden. Das Coole daran war, dass man mit dem Auto auf einen großen Parkplatz fuhr und quasi die ganze Zeit - wie im Autokino - die Veranstaltung aus dem Auto aus genießen konnte. Die Musik der DJs hörte man entweder live, oder aus dem Autoradio. Erst hatte ich kein großes Interesse, aber dann dachte ich mir, dass ich nach so vielen Monaten zuhause endlich mal wieder was erleben wollte. Und so fuhren mein Schatz und ich mit unseren besten Freunden dahin.


Fünf Acts gab es und jeder trat eine Stunde auf. Den Anfang machte der Mannheimer DJ Moestwanted, den wir zufällig letztes Jahr auf dem World Club Dome getroffen hatten und mit dem wir kurz geplaudert und ein Foto gemacht haben. Er war quasi für das Warm-up zuständig und das hat mir gut gefallen, weil er im Prinzip Popsongs in seiner Version spielte. Das gefiel mir. 

Anschließend ging es mit dem Endless Music Project weiter, die mir nicht so gut gefielen. Ein DJ spielte irgendwelche Techno-Mukke und ein Sänger mit einer zugegebenermaßen super Stimme sang darauf irgendwas, was gar nicht zur Melodie passte. Ich fand das sehr seltsam.

Danach kam aber für mich das Highlight des Abends: Gestört aber geil! Obwohl sie nicht "Unter meiner Haut" performten, gab es ein paar coole Songs. Genau wie bei Moestwanted ist der Sound recht popig und das ist meines.


Die meisten Zuschauer waren aber wohl für den nächsten Act gekommen: Le Shuuk, der sich schon im Vornherein feiern ließ, indem er über den Platz lief und so Pappschilder mit seinem Kopf darauf verteilte. Da dachte ich mir schon, dass er sehr selbstverliebt ist. Das merkte man auf der Bühne dann ebenfalls, wo er eine peinliche Show ablieferte. Er schien schon total besoffen zu sein und johlte ständig was ins Mikrofon. Zudem ließ er bei jedem Song dreimal den Ton runterfahren, damit das Publikum die Textzeitle singt. Das kennt man ja aus Konzerten - aber nicht bei jedem Lied und das mehrmals. Außerdem hörte man das Publikum gar nicht. Ein paar Fehler machte er mit der Lautstärke ebenfalls, was sehr unprofessionell wirkt. Den größten Knaller ließ er aber, als er so tat, als ob er eine Sandmann-Puppe von hinten nahm. Das ist absolut primitiv und damit war bei mir unten durch.


Der letzte Act waren Da Tweekaz, die Hardcore Musik machen, womit ich absolut nichts anfangen kann. Das ließen wir dann nur so über uns ergehen und hofften, dass wir bald fahren dürften.

Von den Auflagen her gab es einige Regeln, die aber zum größten Teil von den anderen nicht eingehalten wurden. Zugegebenermaßen hielten wir uns auch nicht an die Regel, die Fenster des Autos geschlossen zu halten - schon alleine nicht, weil ich hinten saß und das Auto getönte Scheiben hatte. Aber auch so brauchte man die Luft. Andere Leute stiegen aber gänzlich aus und tanzten sogar mit anderen auf dem Parkplatz, bis Sicherheitsleute kamen und dies verboten haben. Aufs Klos sollte man nur allein und mit Schutzmaske gehen. Da auch das nicht eingehalten wurde, verkniff ich mir den Klogang die ganze Zeit über. Hupen sollte man eigentlich auch nicht, aber die Acts haben fast die ganze Zeit dazu aufgefordert. Erst nach zehn Uhr gab es die Anordnung, damit aufzuhören, sonst müsse man die Show abbrechen. Manche hupten trotzdem immer mal wieder.


Schön waren die kleinen Besonderheiten wie die Schausteller (z.B. Männer auf Stelzen oder Jongleure), die über den Parkplatz liefen und die Leute in den Autos unterhielten. Super schön fand die übergroße Leucht-Marionette, die von mehrern Leuten in schwarz gesteuert wurde. Außerdem gab es Feuerwerk, Lichtershow und herumfliegende Papierschnipsel, was die Show noch mal unterstrich.

Man durfte ausdrücklich Getränke und Snacks von zuhause aus mitbringen, was wir auch taten. Man konnte aber auch welche über eine App bestellen und diese wurden dann mit einem Roller geliefert. Ich bestellte mir Popcorn, weil ich das Kinopopcorn total vermisse. Außerdem bestellte ich zwei Leuchtstäbe für jeweils 5 Euro - wobei sie dann kurz darauf kostenlos verteilt wurden und wir noch mal zwei Stück bekamen. 

Der Abend war sehr schön und ich freute mich darüber, endlich mal wieder raus zu kommen. Auch wenn nicht alles hunderprozentig toll war, werde ich den Abend in guter Erinnerung behalten.