Sonntag, 27. Januar 2019

[Elementum 3] Lodernde Flamme - Kapitel 26

Es dauerte ein paar Tage, bis sich die Dinge geordnet hatten. Die Lehrer wurden alle vier festgenommen und vorübergehend bezog Florian Argon das Haus 4E. Glücklicherweise kehrten Serafina Funke, Terra Bottenberg und Aurélie d'Air bald zurück.

     Die fünf Jugendlichen mussten zunächst verarztet werden. Robin und Jojo traf es am schlimmsten, aber bald ging es wieder los. Alle feierten sie als Helden, welche sie von dem schlimmen Schulleiter befreit hatten. Das machte sie irgendwie stolz.

     Besonders Iggy war sehr erfreut, denn nach der praktischen Prüfung war er sehr unzufrieden mit sich selbst. Jetzt hatte er bewiesen, dass er doch etwas drauf hatte. Und dann kam auch noch Florian Argon mit einer guten Nachricht für ihn:

     „Das Urteil wurde gesprochen. Du wirst aufgrund deiner Heldentat freigesprochen. Patrik hat Sozialstunden zum Wohle der Gemeinschaft der Elementaristen zu leisten.“

     „Ehrlich?“, hakte der Rotschopf ungläubig nach. Eine Erleichterung machte sich in ihm breit. Diese Sache hatte ihm schwer auf dem Magen gelegen. Jetzt konnte durchatmen und sich freuen. Mehr hatte er sich nicht gewünscht.

     „Ja, das ist ehrlich gemeint. Du hast noch einmal Glück gehabt.“

     Der Feuer-Elementarist sprang vor Glück in die Luft.

     „Und wie sieht es jetzt mit Herrn von Zimmenthal und seinem Zirkel aus?“, wollte Marina, neugierig wie sie war, wissen.

     „Alle schweigen zu dem Vorfall, aber die Beweise sprechen gegen sie. Eure Aussagen und wie wir sie im Wald vorgefunden haben, reichen aus, sie für viele Jahre hinter Gitter zu bringen.“


     „Das ist fantastisch“, freute sich die junge Wasser-Elementaristin und auch ihre Freunde freuten sich tierisch. Endlich waren sie diesen miesen Kerl und verhassten Lehrer losgeworden. Nun konnte es nur noch bergauf gehen.

     Doch Iggy brannte noch eine Frage auf dem Herzen:

     „Was kam eigentlich bei der Polizei heraus? Die beiden Polizisten haben doch bestimmt alles verraten.“

     „Das hat sich glücklicherweise auch geklärt“, berichtete Florian lächelnd. „Offiziell steht in dem Polizeibericht, dass Patrik eine Spraydose und ein Feuerzeug als Flammenwerfer umfunktioniert hatte. Keiner glaubt daran, dass die Flammen aus seinen Händen kamen.“

     Dem rothaarigen Schüler fiel ein Stein vom Herzen.

     „Dennoch fordern wir euch auf, euch zukünftig von den anderen beiden Jugendlichen fernzuhalten, damit sie nicht noch mehr von euch erfahren. Wir hoffen, dass Gras über die Sache wächst und sie niemals auf die Idee kommen, mehr über Elementaristen erfahren zu wollen.“

     Iggy bezweifelte, dass Oliver und Dela jemals so viel Ehrgeiz aufbringen würden, um ihnen hinterher zu schnüffeln. Daher war er ziemlich erleichtert, dass alles so glimpflich ausgegangen war.

     Alles schien wieder in eine gute Richtung zu gehen.



Da nun Herr von Zimmenthal kein Schulleiter mehr war, musste ein neuer her. Alle waren recht zufrieden mit der Dame, die es schließlich wurde. Die Feuer-Elementaristin Serafina Funke wurde zur Nachfolgerin auserkoren und sie nahm dieses Amt dankbar an.

     „Als erste Amtshandlung“, so verkündete sie der Schülerschaft, „löse ich die Trennung der Elemente wieder auf. Die ursprünglichen Klassen wurden wieder hergestellt. Außerdem durften sich neue Zimmergenossen zusammenfinden. Aria und Marina nutzten die Chance, gemeinsam in ein Zimmer zu ziehen. Ilayda schien sehr traurig, als Marina sie wieder verließ. Brisa zeigte eher eine freudige Reaktion. Robin durfte auch zurück ins Haus 4E kehren und bezog wieder ein Zimmer mit seinem besten Freund Iggy. Der Rotschopf war überglücklich, weil er zum einen wieder mit seinem besten Freund vereint war und zum anderen er nicht mehr mit Patrik zusammenwohnen musste, der ihn auf die schiefe Bahn gezogen hatte. Auch Jojo traf es super. Er überließ sein Zimmer Peter, der nicht sehr erfreut war. Ihm selbst wurde aber auch ein Einzelzimmer angeboten, sodass er viel Platz für seine Hanteln und Sportgeräte hatte.

     Jeder war zufrieden mit dem Ausgang der ganzen Geschichte. Nun konnte das zweite Halbjahr erst richtig beginnen.