Freitag, 9. November 2018

Halloween im Grusellabyrinth NRW

Am Wochenende vor Halloween unternahmen mein Schatz und ich mit unseren besten Freunden einen Trip nach Bottrop zum Grusellabyrinth NRW. Dort war ich schon einmal vor drei Jahren, aber das Programm hat sich mittlerweile geändert und zu Halloween gab es ein besonderes Special. Davon möchte ich hier berichten.


Angereist sind wir am Samstag, den 27. Oktober. Wir hatten uns im Hotel Rhein-Ruhr eingebucht. Nach einem kleinen Snack ging es von dort aus recht schnell zum Grusellabyrinth, weil unsere "Vorstellung" um 16:40 Uhr losgehen sollte. Damit meine ich das eigentliche Labyrinth, was die besondere Attraktion dort ist. Mit einer Gruppe von Menschen folgt man einer Geschichte um ein französisches Hotel, in dem ein Phantom sein Unwesen treibt. Mit der Gruppe läuft man durch das Hotel und in jedem Raum begegnet man Personen und gruselige Gestalten, die bei der Suche nach dem Phantom unterstützen. Zwischen den Räumen muss man durch dunkle Gänge oder Spiegellabyrinthe laufen. Das ganze ist auf Horror getrimmt und recht gruselig. Wir waren in der Vorstellung, die ab 8 Jahren geeignet ist. Abends gibt es auch Vorstellungen ab 16 Jahren. Diese sind vielleicht gruseliger. Ansonsten muss man sagen, dass es wie ein Theaterstück abläuft, bei dem man mitmachen muss. So wird man als "Besucher" miteinbezogen und muss Aufgaben absolvieren. Das macht echt Spaß und dauert insgesamt etwa 100 Minuten.


Aber wir konnten noch mehr erleben. So gab es das "Schacht 13", was eher das "klassische" Horrorlabyrinth ist. Man muss durch verschiedene Gänge gehen und wird dabei erschreckt. Leider ist diese Attraktion recht kurz und man ist nach wenigen Minuten durchgelaufen.

Viel besser hingegen ist "Mär" - ein gruseliger Märchenwald hinter dem Gebäude. Man läuft auch da einem Weg entlang, der von Tannenbäumen eingegrenzt ist. Dabei kommt man an verschiedene Märchengestalten vorbei, wie beispielsweise an Belle ("Die Schöne und das Biest"), nur dass sie böse ist und gerade das Biest aufgeschlitzt hat. Auch Anna ("Die Eiskönigin") ist nicht gerade nett und hat Elsa an einem Eiszapfen aufgespießt. Besonders furchteinflößend war die Herzkönigin ("Alice im Wunderland"), die uns dazu zwang, uns vor ihr zu verbeugen. Immer wieder muss man auch durch Hütten durch, bei denen man erschreckt wird. Das war ehrlich gesagt am gruseligsten und deshalb mein Highlight.

Ein wenig langweilig fand ich das "Imaginarium". Das ist quasi ein kleines, auf lustig getrimmtes Theater, in dem erzählt wird, wie die Kostüme und Masken erstellt werden. Das war leider nicht wirklich lustig und daher verschwendete Zeit. Wir mussten für etwa 20 Minuten Show sehr lange anstehen.

Als wir alle Attraktionen durchhatten, aßen wir lecker bei einem Griechen zu Abend. Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir uns für eine Halloweenparty fertig machten. Wir zogen unsere Kostüme an - ich verkleidete mich als Steampunk-Pestdoktor (die passende Maske hierfür fand ich in einem Deiters).


Die Halloweenparty fand ebenfalls im Grusellabyrinth statt und deshalb hatten wir das alles auch mitgemacht. Eigentlich wollten wir nämlich so richtig Halloween feiern. Los ging es um Mitternacht und es sollte bis 5:00 Uhr dauern. Da in dieser Nacht die Uhren zurückgestellt wurden, sollte die Party also sechs Stunden andauern. Leider kam alles anders, obwohl es eine tolle Party war.


Um zur Partylocation zu kommen, musste man hinter das Gebäude (also quasi direkt beim Mär). Dort wurde ein Foto geschossen und dann brachte ein Zombieportier die Gäste mit dem Aufzug zur Party. Als die Aufzugtür öffnete, wartete bereits eine Hexe mit rauchenden, blutroten Begrüßungsgetränken. Noch weitere Monster aus dem Grusellabyrinth liefen herum und animierten die Gäste zum Tanzen. Zudem gab es eine Snackbar mit kostenlosen Gummiwürmern und anderen Süßigkeiten. Die Preise für die Getränke waren für eine solche Party sehr human und außerdem gab es ein tolles Programm. So wurde das beste Kostüm gekrönt, es gab Gesangseinlagen u.a. von der "Rocky Horror Picture Show" und ein "Burlesque"-Wettbewerb, bei dem zwei Männer gegeneinander im Brustwarzenkreisen antraten. Das war witzig. Die Musik fand ich ebenfalls super. Doch leider waren die Gäste recht langweilig. Es dauert gefühlt zwei Stunden, bis der Laden einigermaßen voll war. Und ab 2:00 Uhr wurde es langsam immer leerer. Um 3:40 Uhr war dann Schluss und die Party war vorzeitig beendet. Wir wollten eigentlich richtig einen drauf machen, aber ehrlich gesagt kam ich quasi wieder komplett nüchtern auf dem Hotelzimmer an.


Trotzdem war es ein echt schönes Wochenende. Da wir erst um 14:00 Uhr aus dem Hotel auschecken mussten, konnten wir am Sonntag ausschlafen. Ich hoffe, dass die Gäste nicht immer so lahm sind, denn die Veranstalter legten wirklich sehr viel Mühe und Liebe in die Veranstaltung. Daher finde ich sie sehr empfehlenswert.