Mittwoch, 31. Oktober 2018

[Buch] Bronco Baxter 4 - Der Kirmesboxer vom Tom Dillinger

Inhalt: Bronco trainiert einen ehemaligen Kirmesboxer für einen Bodybuilding-Wettkampf. Doch die Konkurrenz ist stark und zudem scheint jemand seine Finger im Spiel zu haben, um zu verhindern, dass Broncos Schützling gewinnt.

Meine Meinung: Dies ist der vierte Band der Reihe um Bronco Baxter, der auf der Suche nach einem seriösen Job ist. In diesem Band bekommt er die Chance, einen ehemaligen Kirmesboxer für einen Wettkampf im Bodybuilding zu trainieren. Falls der Boxer den Wettbewerb gewinnt, würde Bronco dauerhaft den Beruf ausüben und hätte somit ein gesichertes Einkommen. Anfangs hat mir die Reihe sehr gut gefallen, weil sie in den 1930ern spielt und die Atmospähre super auffangen kann. Zudem hatten die Bände etwas von einem Dedektivroman, da Bronco Fälle lösen musste. In diesem Buch geht es aber hauptsächlich ums Bodybuilding, was überhaupt nicht mein Thema ist. Dass Broncos Schützling am Anfang ein Kirmesboxer ist, spielt überhaupt keine Rolle. Dafür den Roman so zu nennen, finde ich absurd. Zwar nimmt die Erotik in diesem Wekr im Vergleich zu den vorherigen Bänden eine größere Rolle ein, aber sie hält sich trotzdem in Grenzen. Auch hier muss Bronco indirekt einen Kriminalfall lösen, welcher jedoch erst ziemlich spät in der Geschichte auftaucht und sehr einfach gelöst wird. Demzufolge frage ich mich, wo der Sinn dieses Werks liegt. Die Story um den Bodybuilding-Wettkampf ist langweilig, da sie keinen spannenden oder unterhaltsamen Verlauf findet. Da hätte man auch auf 100 Seiten erzählen, wie das Gras wächst. Das einzige, was mir gut gefallen hat, sind die wenigen erotischen Stellen und die Figur des Bronco. Ansonsten ist dies der schwächste Band der Reihe.

Fazit: 2 von 5 Punkten.
℗℗ 

Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 691 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 121 Seiten 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B00HF9CD8Q

Dienstag, 30. Oktober 2018

[Serie] Élite

Inhalt: Als ihre Schule abbrennt, bekommen drei arme Schüler die Chance, eine Eliteschule zu besuchen. Dort werden sie leider nicht willkommen geheißen, denn ein Geheimnis überschattet alles.

Meine Meinung: Auf Empfehlung hin habe ich mir die acht Episoden dieser ersten Staffel angeschaut. Darin geht es um die Schüler einer Eliteschule. Drei von ihnen sind neu, denn ihre alte Schule ist durch ein Feuer zerstört worden und sie bekamen die Chance, diese Eliteschule zu besuchen. Doch die Schüler dort verhalten sich ihnen gegenüber ziemlich gemein. Nur Marina scheint Samuel zu mögen. Das sieht ihr Bruder Guzmán nicht gerne, denn er hat Vorurteile gegenüber dem "armen" Volk. Seine Freundin Lu ist eifersüchtig auf die streng muslimische Nadia, die ihr in Sachen Noten eine große Konkurrenz ist. Sie überredet Guzmán, sich an sie ranzumachen, um sie erpressbar zu machen. Der letzte neue Schüler ist Christian, der sich in die bereits vergebene Carla verguckt. Das kommt ihrem Freund Polo wie gerufen, denn er steht darauf, seiner Freundin dabei zuzusehen, wie sie Sex mit einem anderen hat. Zu guter Letzt ist da der Sohn der Direktorin, Ander. Er leidet darunter, von seinen Eltern zum Tennis gedrängt zu werden. Zudem hat er sich in Nadias Bruder Omar verliebt. Schließlich geschieht ein Mord und plötzlich stehen alle unter Verdacht. Das ganze wird in Rückblicken erzählt und ist sehr düster. Oft ist die Stimmung erotisch aufgeheizt, da die Serie recht freizügig ist. Teilweise ist die Serie recht interessant, manchmal auch zu vorhersehbar. Von der Atmosphäre her erinnerte mich die Serie ein wenig an "Tote Mädchen lügen nicht". Da es eine spanische Serie ist, hebt sie sich von bekannten amerikanischen Highschool-Serien ziemlich ab. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiter verfolgen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Darsteller: Maria Pedraza, Itzan Escamilla, Miguel Bernardeau, Miguel Herrán, Danna Paola, Jaime Lorente, Álvaro Rico
Studio: Zeta Producciones
Anzahl der Episoden: 8
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2018

Montag, 29. Oktober 2018

[Comics] Sex Story - Eine Kulturgeschichte in Bildern von Philippe Brenot und Laetitia Coryn

Inhalt: Dieser Comic gibt einen Überblick über die Sexualität beginnend vor zwei Millionen Jahren bis zur Gegenwart und sogar darüber hinaus, indem er Vermutungen über die Zukunft anstellt.

Meine Meinung: Durch eine Empfehlung habe ich mir diesen Comic gekauft, der Fakten der Geschichte der Sexualität in comicartigen Zeichnungen liefert. In mehreren Kapiteln wird erklärt, wie Sex in diesen jeweiligen Zeiten praktiziert wurde und welche Problematiken auftauchten. Es beginnt vor zwei Millionen Jahren und endet mit Prognosen für die Entwicklungen in der Zukunft. Das alles ist sehr interessant, lehrreich und gleichzeitig dabei so unterhaltsam, dass ich nur empfehlen kann. Es ist lustig und trotzdem enthält es so viel Wissen, dass ich vieles dazugelernt habe. Mir war garnicht bewusst, wie offen Sexualität in der Vergangenheit behandelt wurde und wie sie immer mehr tabuisiert wurde. Im diesem Zusammenhang wird immer wieder die Sexualität der Frau und die Homosexualität thematisiert. Die Zeichnungen finde ich sehr gelungen und obwohl sie recht explizit sind, wirken sie meiner Ansicht nach nicht anstößig. Ich bin begeistert und würde das Werk am liebsten zur Pflichtlektüre erklären, damit alle Menschen von diesem Wissen profitieren.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
℗℗℗℗℗ 

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten 
Verlag: btb Verlag (25. September 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3442757444 
ISBN-13: 978-3442757442

Sonntag, 28. Oktober 2018

[Buch] 23,5 cm harte Arbeit: Mein Leben als erfolgreichster deutscher Pornodarsteller von Michael "Pornfighter Long John" Zühlke

Inhalt: Micha ist ein Spätzünder, doch dann zündet er so richtig und startet eine Karriere als Pornodarsteller. Allerdings ist dieser Beruf ein ständiges Auf und Ab, wobei die Liebe am meistern darunter leidet.

Meine Meinung: Als ich das Cover dieses Buches zufällig sah, kam mir der Mann darauf bekannt vor. Eine Biografie über einen Pornodarsteller zu lesen stellte ich mir höchst interessant vor. Mich interessierte dabei vor allem, wie man darauf kommt, was die Familie und Freunde dazu sagen und was man so verdient. Natürlich fand ich es auch sehr spannend, was man in diesem Beruf so verdient und ob es wirklich so leicht ist, wie man vielleicht denken mag. Leider wurden nicht alle diese Fragen beantwortet. Der Autor berichtet hier, wie er zu diesem Business kam und daraufhin folgt eine Anekdote nach der anderen, was er bei verschiedenen Drehs und aber auch in privaten, intimen Situationen so erlebt hat. Dabei ist es anfangs noch chronologisch, später aber total durcheinander. Zudem sind manche Sachen total unglaubwürdig und andere Sachen wiederholen sich, sodass sie dann nicht mehr so spannend sind. Was seine Eltern oder damaligen Freunde und Verwandte zu seinem Beruf sagten, wird leider nicht berichtet, sondern höchstens am Rande erwähnt. Ein ganzes Kapitel über "Unfälle" am Set, die überaus ekelhaft waren, brachten mich beinahe zum Würgen. Dagegen sind manche Horrorromane harmlos dagegen (wahrscheinlich, weil sie real sind). Trotzdem bin ich froh, dass auch mal diese Seite beleuchtet wird. Schade finde ich es, dass sich der Autor manchmal recht größenwahnsinnig präsentiert und als den Besten der Besten darstellt. Noch schlimmer finde ich, wie Frauen hier zum Objekt degradiert werden. Allerdings muss ich anerkennen, dass er an einer Stelle erwähnt, dass die meisten Darstellerinnen ihren Beruf ungern ausüben und mehr oder weniger dazu gezwungen werden. Wie man sieht, stehe ich diesem Werk sehr zwiegespalten gegenüber. Teils ist es äußerst interessant, teils aber auch kritisch zu betrachten.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
℗℗℗

Taschenbuch: 224 Seiten 
Verlag: Riva (7. September 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 386883236X 
ISBN-13: 978-3868832365

Samstag, 27. Oktober 2018

[Nachgedacht] Sexuelle Aufklärung

Beim Lesen von dem Comicband "Sexstory - Eine Kulturgeschichte in Bildern" dachte ich viel über die sexuelle Aufklärung der Menschen unserer Zeit nach. Viele Dinge, die in der Geschichte offen ausgelebt oder ausgesprochen wurden, wurden mit der Zeit mehr und mehr tabuisiert. Und so ist es sogar heute noch, dass viele Dinge totgeschwiegen werden. In der Schule behandelt man hinsichtlich der sexuellen Aufklärung kaum mehr als das Thema Geburt und Verhütung. Doch viele Dinge bleiben unausgesprochen und das ist meiner Meinung nach absolut fatal.

Irgendwo hatte ich schon einmal darüber gelesen, dass viele Missbrauchsfälle bei Kindern und Jugendlichen nie zur Anzeige gebracht werden, aufgrund der Schamgefühle der Opfer. Gerade ist so etwas in meinem Umfeld passiert. Ein Jugendlicher wurde über drei Jahre lang von einem Mitschüler zu sexuellen Handlungen genötigt. Doch wegen seiner Scham hat es lange gedauert, bis er sich seiner Mutter öffnen konnte. Ich finde, dieses Vertrauen haben nur wenige Kinder gegenüber ihren Eltern, weil man mit seinen Eltern nicht über Sex spricht. Auch unter Freunden ist Sex ein sehr oberflächliches Thema. Dabei geht es z.B. bei Jungen eher meist darum, wer wie viele schon ins Bett bekommen hat. Dabei werden Zahlen und Sexualpraktiken gerne mal frisiert). Kaum ein Junge würde dabei seinen Freunden erzählen, dass er bisher Sex nur als Gewaltakt empfunden hat, weil er jahrelang vom Stiefvater missbraucht wurde. So ist es wahrscheinlich nach auch bei Mädchen.

Ich habe keine Statistiken, die das belegen, weil ich hier nur über meine Gedanken schreibe. Ich habe aber immer wieder von Dunkelziffern bei Statistiken über Missbrauchsfälle gehört. Man könnte dem meiner Meinung nach entgegenwirken, wenn wir viel offener mit dem Thema Sex wären und nichts tabuisieren würden. Die meisten Jugendlichen haben freien Zugang zum Internet und befridiegen ihre sexuellen Fantasien mit Pornos - natürlich alles hinter verschlossenen Türen. Dabei müsste man darüber offen sprechen, die Neugier der Jugend anders befriedigen. Alternativen habe ich selbst nicht im Kopf, aber Verschweigen kann keine Option sein.

Ich kann es verstehen, wenn man Kinder beschützen will. Aber ich denke, man schützt sie eher, wenn man Sex und Erotik offen thematisiert. Kein Kind sollte sich schämen müssen, wenn es jemand unsittlich berührt hat. Stattdessen sollte es das Vertrauen haben, seinen Eltern offen davon in Kenntnis zu setzen.

Freitag, 26. Oktober 2018

[Peros Hassliste] Oktober 2018

1. Tabuisierung der Selbstbefriedigung
Meiner Meinung nach tun es alle, aber keiner gibt es zu. Wir leben in 2018 und trotzdem wird Selbstbefriedigung als "schmutzig" angesehen. Es gibt Statistiken, die aussagen, dass die meisten es tun. Doch leider gibt es keiner zu und demnach schämen sich gerade junge Menschen dafür und das kann meiner Ansicht nach nur schädlich für die Psyche sein. Das muss aufhören.

2. Das Schimpfwort "Schlampe"
Frauen, die sexuell aktiv sind und auch gerne mit verschiedenen Männern "experimentieren" werden schnell als Schlampe abgestempelt, während Männer, die das gleiche tun, der Held sind. Das reicht mir! Auch Frauen haben das Recht, sich sexuell frei auszuleben. Und keine Frau ist eine Schlampe, auch wenn sie am Tag mit zig verschiedenen Männern schläft. Go on, sister! Ich finde, du machst es richtig!

3. Kaum alternative Lebensmodelle in den Medien
In Serien und Filmen nehmen alternative Lebensmodelle ganz langsam zu. Hin und wieder gibt es homosexuelle Paare mit Kindern - sogenannten "Regenbogenfamilien" ist eine Randerscheinung, aber es kommt zumindest vor. Allerdings wird dieses Thema in Kinder- und Zeichentrickserien völlig ausgespart. Darin gibt es immer nur das traditionelle Familienmodell. Auch Homosexualität wird darin völlig ausgespart. Warum verliebt sich denn nicht mal beispielsweise Henry Danger in einen anderen Jungen? Das ist nicht mehr zeitgemäß und führt dazu, dass Kinder und Jugendliche Vorurteile aufbauen.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

[Buch] Bronco Baxter 3 - Alpenglühen am Broadway vom Tom Dillinger

Inhalt: Bronco sucht einen seriösen Job und landet so als Inspizient am Broadway. Doch hinter den Kulissen geht nicht alles mit rechten Dingen zu.

Meine Meinung: Dieses ist der dritte Band um Bronco Baxter, der in den USA der 1930iger irgendwelche Kriminalfälle löst, obwohl er selbst kein Polizist oder gar Dedektiv ist. Eigentlich verdient er sich seinen Lebensunterhalt damit, Joints zu verkaufen. Da er aber Angst hat, irgendwann dabei erwischt zu werden, möchte er einen seriösen Job finden und landet zufällig beim Broadway, wo er hinter den Kulissen einer Show arbeitet. Eines Tages findet er einen Kollegen zusammengeschlagen auf dem Boden vor und er fragt sich, was dahinter steckt. Er kommt Geheimnissen auf die Spur. Doch obwohl dies der eigentliche Inhalt des Bandes sein soll, nimmt er nur einen kleinen Teil ein. Vielmehr geht es um Bronco und sein Leben bzw. seinem neuen Beruf am Broadway. Die Erotik, die in den vorherigen Bänden nur eine kleine Rolle gespielt hat, tritt hier fast vollständig in den Hintergrund und es kommt eigentlich nicht wirklich zu irgendwelchen erotischen oder gar sexuellen Szenen. Stattdessen scheint der Fokus auf dem Broadway und das Showbusiness der 1930iger zu liegen. Das ist interessant und mir gefällt immer noch die Atmosphäre, die dabei entsteht. Wer allerdings einen homoerotischen Roman erwartet, wird wohl sehr enttäuscht sein. Mir macht es nichts aus, dass der Inhalt in eine andere Richtung geht, weil ich das höchst interessant finde. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass der Inhalt das hält, was das Cover und der Titel versprechen.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
℗℗℗ 

Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 792 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 122 Seiten 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B00BBW1FDC

Mittwoch, 24. Oktober 2018

[Serie] Glee - Staffel 3

Inhalt: Für einige Glee Kids ist es das letzte Jahr an der Highschool, was bedeutet, dass sie sich Gedanken über ihre Zukunft machen müssen. So gerne würden sie außerdem dieses Jahr die Nationals meistern.

Meine Meinung: Zwei Staffeln habe ich bereits gesehen, die mich köstlich amüsiert haben, weshalb ich mich auch sehr auf die dritte Staffel freute. Nachdem die Kids aus dem Glee Club im letzten Jahr nur den zwölften Platz bei den Nationals erreicht haben, wollen sie es dieses Jahr besser machen, zumal einige von ihnen im letzten Jahr der Highschool sind. Mir hat die Staffel wieder supergut gefallen und mir sind wieder einige Figuren mehr und mehr ans Herz gewachsen. Schade fand ich nur, dass manche einen größeren Auftritt hatten und andere dafür mehr in den Hintergrudn gerückt sind, was wohl damit zusammenhängt, dass es mittlerweile sehr viele Figuren in der Serie gibt. Einige Folgen haben mir durch die Songauswahl schon alleine sehr gut gefallen, andere eher durch ihre Handlung. Das Ende fand ich sehr schön, wobei ich mich nun frage, wie die nächsten Staffeln weitergehen, wenn einige Glee Kids die Highschool verlassen haben. Aber das werde ich dann sehen. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und freue mich über die nächsten Staffeln.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
℗℗℗℗  

Darsteller: Jane Lynch, Matthew Morrison, Lea Michele, Cory Monteith 
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren 
Studio: Twentieth Century Fox 
Erscheinungsjahr: 2012
Spieldauer: 360 Minuten

Dienstag, 23. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018

Auch diesen Oktober besuchte ich wieder die Frankfurter Buchmesse, die vom 10.10. bis zum 14.10.2018 auf dem Messegelände in Frankfurt stattfand. Leider konnte ich dieses Jahr nicht zu den Fachbesuchertagen erscheinen und deshalb war ich erst am Wochenende zugegen. Trotzdem hatte ich eine schöne Zeit.

Dieses Jahr war ich völlig ungeplant, da ich gerade in der Nacht zuvor aus Berlin zurückkehrte. Daher schlief ich erst einmal aus, bevor ich gegen 11:00 Uhr auf der Messe eintraf. Das erste, worauf ich zufällig stieß, war ein Interview mit Frank Thelen, der durch die Höhle der Löwen eine große Bekanntheit erlangte. Er stellte sein neues Buch vor. 

Dann ging es weiter und ich erkundete ein wenig das Messegelände. Ich traf auf bekannte Gesichter und erblickte meinen Lieblingsautor Sebastian Fitzek vom Weiten, wie er gerade wieder Menschenmassen mit seiner Signatur beglückte. Da ich dieses Jahr keine Termine notiert hatte, schlenderte ich völlig frei durch die Gänge und schaute mir allerhand Bücher an.

Am Messesamstag gab es aber dennoch zwei Highlights, von denen ich berichten möchte. Auch dieses Jahr gab es eine spezielle Halle für Cosplayer, in der man allerhand Merchandising aus Manga und Animes kaufen konnte. Diese Halle fand ich sehr interessant, weil auch einige Künstler ihre eigenen Werke anboten. Ich kaufte mir ein paar Postkarten und Lesezeichen, aber ein Stand stach besonders hervor. Da saß eine Zeichnerin, die ihre selbst gezeichneten Buttons verkaufte. Man konnte sich aber auch selbst von ihr auf einem Button verewigen lassen. Das ließ ich mir nicht nehmen und so fertigte sie einen Button von mir an, der mir super gefällt.



Das andere Highlight war der Harry-Potter-Weltrekordversuch, zu dem mich eine Freundin überredete. Eigentlich war es das Ziel, so viele Leute wie möglich in einem Harry-Potter-Kostüm zusammenzubringen. Da ich kein Kostüm hatte, galt auch ein improvisiertes. So malte mir meine Freundin (die im kompletter Montur anwesend war) eine Narbe auf die Stirn und vor Ort bekam ich eine Plastikbrille und einen Müllbeutel als Umhang. So setzten wir uns in die kleine Halle mit der Bühne. Ein Moderator führte durch diese Sonderveranstaltung, bei der zuerst ein Quiz stattfand. Einige verkleidete Besucher mussten für die Häuser aus Hogwarts gegeneinander antreten und Fragen zu den Büchern beantworten. Anschließend ging ein zehnminütiger Countdown los, bei dem der Illustrator der neuen Harry-Potter-Ausgaben aus dem Carlsen-Verlag interviewt wurde. Dann ging es los: Man musste fünf Minuten lang als Harry Potter agieren und durfte den Saal nicht verlassen. Nach Ablauf der fünf Minuten teilte uns allerdings der Notar mit, das uns etwa 100 Harrys fehlten, um den Rekord aus Australien zu brechen. Trotzdem war es irgendwie eine coole Sache und es gab ein Zertifikat und Buttons als Geschenk für die Teilnahme.

Am Sonntag ging es eher darum, dass man an diesem Tag Bücher kaufen konnte und so schlug ich ebenfalls bei einigen Verlagen zu. Beim Mantikore-Verlag wollte ich eines von den limitierten Bänden des Werks "Alice im Düsterland" haben, weil der Autor Jonathan Green vor Ort zum Signieren war. Leider bekam ich keines mehr ab, aber ich konnte eine Bestellung aufgeben, sodass mir das Buch (sogar als Hardcover) noch nachgeschickt wird - natürlich mit persönlicher Signatur.

Aber auch bei anderen Verlagen wurde ich fündig und so gönnte ich mir zum Beispiel das neue Buch von Neil Patrick Harris. Leider ließ ich mir auch eine Signatur mehr oder minder durch die Lappen gehen. Auf Instagram folge ich schon seit einiger Zeit einem jungen Mann, der ebenfalls Bücher schreibt. Von weitem sah ich ihn, wie er an mir vorbei lief. Leider wusste ich nicht, dass sein Verlag und sogar sein Buch ebenfalls auf der Messe verfügbar war, sonst hätte ich es mir sofort geholt und signieren lassen. Als ich es den Stand entdeckte, war er leider nicht mehr zugegen. Trotzdem kaufte ich mir das Buch "Fynn Phönix" von Tim Gebert dann am Sonntag, wiel ich neugierig wurde.

Meine Herzensautorin Jo Berger drückte mir dann auch noch gegen Ende der Messe eines ihrer Werke in die Hand. Insgesamt bin ich aber dieses Mal mit nur fünf Büchern recht gut von der Messe gekommen. Normalerweise habe ich Unmengen mitgenommen. Es war wieder eine schöne Messe, auch wenn ich dieses Jahr sehr planlos war und kaum an Veranstaltungen teilgenommen habe. Nächstes Jahr wird es wieder anders sein.

Montag, 22. Oktober 2018

Erotikmesse Venus 2018

Vom 11.10. bis zum 14.10.2018 fand dieses Jahr die Erotikmesse Venus in Berlin auf dem Messegelände statt. Dieses Jahr war ich so neugierig, dass ich mit meinem Schatz auch mal dort war. Was wir so erlebten, berichte ich im Folgenden.

Wir waren gleich am ersten Tag auf der Messe - am Donnerstag. Sie öffnete um 11:00 Uhr. Gleich am Eingang empfing uns eine Menschenmasse, da das Aushängeschild der Messe, Micaela Schäfer, gerade ein Interview gab. In verschiedenen "Outfits" trafen wir immer wieder an den unterschiedlichsten Ständen auf sie.

Als wir drinnen waren, befanden wir uns im Eingangsbereich, von dem man aus in drei Hallen gehen konnte. Links und rechts befanden sich die "herkömmlichen" Hallen und geradeaus war der "kinky" Bereich, wo man Lederzeug und Sachen für verschiedene Fesselspielchen kaufen konnte.

Doch gleich zu Anfang merkte ich, dass ich mir die Messe anders vorstellte. Ich dachte, es sei so ähnlich wie auf der Buchmesse, dass es viele kleine Stände nebeneinander in engen Gängen gäbe, die ihre Ware anboten, die aus möglichst unterschiedlichen Arten von "Spielzeugen", aber auch Büchern, Kalender und DVDs bestand. Das war aber alles anders. Die beiden "normalen" Hallen bestanden aus drei ziemlich breiten Gängen, in denen meist die verschiedenen Videoportale Werbung für sich machten. Es gab hin und wieder einen kleinen Stand mit beispielsweise asiatischen Gummipuppen oder außergewöhnlich großen Dildos. Das war aber eher eine Ausnahme. In beiden Hallen befand sich ein großer flohmarktartiker Stand, der verschiedene "Gimmicks" wie Dildos, Vibratoren, aber auch Plüschhandschellen wie Ramsch verscherbelte. 

In allen drei Hallen gab es verschiedene "Bühnen" (eine bestand quasi aus einem Bett), wo verschiedene Shows stattfanden. Meist waren es irgendwelche Frauen, die striptten oder sich betatschten. Von einer Halle aus ging es in den Ladies Bereich, wo wohl Männer strippten (da durften wir als Männer aber nicht hin) und in eine weitere Halle mit der größten Bühne. Dort gab es auch ein Rodeo, wobei der "Stier" aus einem Riesenpenis bestand. Auf dieser Bühne stripten stündlich irgendwelche Frauen, die sich meist zum Finale selbst mit einem Dildo befriedigten.

Es ist ganz klar, dass die Messe auf heterosexuelle Männer ausgerichtet ist, denn es gab keine strippenden Männern. Es gab eigentlich überhaupt keine Männer, bis auf einen, der mit seiner Partnerin strippte, sich aber im Gegensatz zu ihr nicht komplett entblößt zeigte. Für Homosexuelle ist die Messe wohl komplett uninteressant.

Da das Messegelände sehr klein ist, drehten wir zig Runden und erhofften uns, mal was "Neues" zu entdecken, was eigentlich nicht der Fall war. Witzig war es teilweise die Besucher zu beobachten. So lief ein Mann splitterfasernackt als Besucher durch die Gänge. Ein paar Ehepaare zeigten sich in Lederoutfits oder anderen anzüglichen Klamotten. 

Für mich wurde mit diesem Besuch etwas von meiner "Bucket-Liste" gestrichen. Ich wollte einmal die Venus besuchen und weiß nun, dass ich das nie wieder tun muss, da es nichts Außergewöhnliches bietet. Aber es war mal eine Erfahrung wert.

Sonntag, 21. Oktober 2018

[Elementum 3] Lodernde Flamme - Kapitel 15

Alle reagierten entsetzt, als sie von Kelvin von Zimmenthal erfuhren. Besonders Robin reagierte wütend. Er war fassungslos und dachte erst, es sei ein schlechter Scherz seiner Freunde, als sie ihm alles im Gruppenchat erzählten.
Er verschwendete keine Zeit und informierte sofort seinen Mentor Florian Argon. Er fackelte nicht lange und ließ schnell eine Untersuchung gegen Herrn von Zimmenthals Sohn durchführen.
Doch diese blieb leider ohne Ergebnis.
Er hat leider ein Alibi. Kelvin von Zimmenthal und sein Vater können beweisen, dass er nicht mal in der Nähe von Frankfurt war, als der Kampf mit euch stattfand.“
Das kann nicht sein“, widersprach Robin sauer. „Wir haben sein Gesicht gesehen und meine Freunde irren sich ganz bestimmt nicht. Er hatte uns angegriffen und beinahe getötet. Wahrscheinlich war er oder sein Vater es auch, der Rektor Quinn um die Ecke gebracht hat.“
Ich glaube dir ja, Robin“, entgegnete der rotbärtige Feuer-Elementarist. „Aber mir sind die Hände gebunden. Ohne eindeutige Beweise dürfen wir ihn nicht festnehmen.“

Samstag, 20. Oktober 2018

Vivid Grand Show im Friedrichstadtpalast

Auf unserem Trip nach Berlin überraschte mich mein Schatz mit Tickets für die Vivid Grand Show im Friedrichstadtpalast. Das ist die neue Show, die wir noch vor der offiziellen Weltpremiere sehen durften.

Die Show bietet eine Mischung aus Theater, Musik, Akrobatik und Tanz. Das ganze ist gespieckt mit atemberaubenden Kostümen, die von dem bekannten Hutdesigner Philip Treacy entwickelt wurden, der u.a. schon Hüte für die Queen oder Lady Gaga designt hat.

Die Show dauert etwas zwei Stunden mit etwa einer halben Stunde Pause in der Mitte. Wir hatten Plätze in der siebten Reihe und somit einen perfekten Blick auf das Spektakel. Die Geschichte hinter der Vorführung ist nicht einfach zu verstehen, weil es kaum Text gibt. Ein Mädchen wird aus dem Publikum "entführt" und taucht ein in eine phantastische, aber auch futuristische Welt. Darin wird sie von Androiden selbst zu einem lebendigen Roboter gemacht. Das erinnert mich ein wenig an die Borg aus dem Star-Trek-Universum.

Abwechselnd bietet sich dann ein faszinierendes Spektakel aus Gesang, Tanz und Akrobatik, wobei die Bühne auf vieler Art und Weise genutzt wird. So gehen Löcher im Boden auf oder ein ganzes "Funhouse" wird auf die Bühne geschoben. Mir fiel es oft schwer, mich auf eine Sache zu fokussieren, weil überall was los war. Oben rechts gab es eine schmetternde Gesangsdarbietung, auf der Bühne wurde getanzt und links flog jemand an einem Seil über das Publikum. Ich wusste garnicht, wohin ich hinschauen sollte. Und die Kostüme waren einfach fantastisch. So war beispielsweise ein Mann als lebensgroßer Schmetterling verkleidet, dessen Flügel sich zauberhaft beweten. 

Für mich war es ein großartiges Spektakel für die Augen. Mein Schatz kaufte sich auf die CD mit den ganzen Songs aus der Show. Die Message hinter der Show finde ich auch großartig: Respect each other! Da ist es kein Wunder, dass das alles etwas von einer großen bunten Drag-Show hatte. Ich bin begeistert und kann nur jedem empfehlen, die Show zu besuchen, wenn er die Möglichkeit hat, nach Berlin zu kommen.

Freitag, 19. Oktober 2018

[FFF] Erotische Serien

1. Queer as Folk
In dieser Serie geht es nicht nur um Themen, die homosexuelle Menschen bewegen und betreffen, sondern auch um viel Sex. In jeder Folge geht es heiß her und es viel nackte Haut zu sehen.

2. Nip/Tuc
Als ich damals die Serie angefangen hatte, war ich erschüttert. Tabus werden in fast jeder Folge gebrochen und dazu gehören auch viele sexuelle Tabus wie z.B. Fremdgehen, Sex mit einer transidenten Frau, ein flotter Dreier mit Mutter und Tochter oder Inzest. Das ist sehr reizvoll. Außerdem spiel Julian McMahon mit, der an sich schon sehr erotisch ist.

3. Game of Thrones
Auch diese Serie bricht viele Tabus. Leider habe ich sie noch nicht komplett durchgeschaut, aber schon jetzt bin ich überzeugt davon, dass Erotik ein wichtiges Element ist.

4. American Horror Story
Der Titel mag vermuten, dass es hier eher gruselig zugeht und das stimmt auch. Aber Erotik spielt ebenfalls eine große Rolle, wobei es manchmal in Richtung Perversion geht, was dann nicht mehr so appetitlich ist. Meiner Ansicht nach ist besonders die erste Staffel in Sachen Erotik sehenswert.

5. Transparent
In dieser Serie geht es um eine Familie, dessen "Oberhaupt" im Alter die Transition zu einer Frau beginnt. Das stürzt die drei erwachsenen Kinder nicht nur in eine psychische, sondern auch sexuelle Krise. In dieser Serie gefällt mir, dass die Personen, die Sex haben, nicht alle wie geleckt aussehen, sondern eben beispielsweise Falten, hängende Brüste oder Achselhaare haben. Diese "Ehrlichkeit" und Authentizität kann sehr anregend sein.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

[Buch] Egal, was morgen ist von Cornelia Franz

Inhalt: Jamila beobachtet einen Jungen in der U-Bahn, wie er beim Schwarzfahren erwischt wird. Dann stiehlt er ausgerechnet ihr Fahrrad. Doch irgendwie fasziniert sie dieser Junge und plötzlich beschließt sie, mit ihm abzuhauen.

Meine Meinung: Dies ist nicht das erste Buch, welches ich aus der Carlsen-Clips-Reihe gelesen habe. Bisher haben mir diese etwa 100seitigen Bücher gut gefallen, weil sie tiefgründige Themen haben und dennoch gut unterhalten. Daher freute ich mich auch auf diesen Band. Hierin geht es um Jamila und John, die beide kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag stehen. Sie lernen sich mehr oder weniger zufällig kennen, weil John Jamilas Fahrrad stiehlt. Er ist gerade dabei von zuhause wegzulaufen und obwohl Jamila strenge Eltern hat, folgt sie dem Jungen, weil sie sich irgendwie angezogen von ihm fühlt. Die Handlung erstreckt sich quasi über 24 Stunden und immer abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Dabei erfährt man viel über ihre Gedanken und Gefühle gegenüber des anderen. Aber was sich zuhause bei ihnen in den Familien abspielt, wird nur ansatzweise deutlich. Es scheint dramatisch zu sein, aber da alles recht vage erzählt wird, hielten sich meine Emotionen in Grenzen und ich konnte kein Mitleid mit Jamila oder John empfinden. Stattdessen kam mir die Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt, sehr schnulzig vor. Ich mag normalerweise keine Liebesgeschichten und hätte ich gewusst, dass sich dieses Werk fast nur darauf bezieht, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. Da es sich recht schnell lesen ließ, habe ich es nicht abgebrochen. Aber ansonsten fand ich es langweilig. Positiv zu erwähnen sei allerdings der schöne, passende Schreibstil der Autorin. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass Fans von Liebesgeschichten Gefallen an dem Buch finden würden.

Fazit: 2 von 5 Punkten.
℗℗ 

Taschenbuch: 100 Seiten 
Verlag: Carlsen (30. Januar 2015) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3551313547 
ISBN-13: 978-3551313546