Freitag, 3. August 2018

[Buch] Selbstrufmord von Martin Tietjen

Inhalt: Martin Tietjen ist ein mehr oder weniger bekannter TV-Moderator. Seine Karriere läuft nicht optimal und er muss viele Rückschläge einstecken. Auch sein Sexualleben lief nie perfekt. Erlebnisse aus dem Puff oder dem Darkroom gibt er hier zum Besten.

Meine Meinung: Vor ein paar Jahren entdeckte ich den leider nicht mehr existierenden Fernsehsender Joiz für mich, bei dem Martin Tietjen Moderator war. Seit demher verfolgte ich ihn ein wenig. Nun brachte er diese Biografie heraus, in der er Sachen erzählt, die jeder normalerweise für sich behalten würde. Besonders verblüffte mich sein öffentliches Outing und so wurde ich sehr neugierig. In diesem Buch erfährt, wie seine Karriere bislang verlaufen ist und mit welchen Rückschlägen er zu kämpfen hatte. Auch in Bezug auf seine Familie, seine Beziehungen und sein Sexualleben erfährt man einiges. Vieles davon ist ziemlich lustig und brachte mich zum Schmunzeln. Aber das Buch ließ mich mindestens genauso oft mit ihm mitleiden. Einige Erlebnisse konnte ich gut nachempfinden, weil ich Ähnliches erlebt habe. Das sorgte dafür, dass ich mich mit dem Moderator gut identifizieren konnte. Allerdings werden einige Situationen so angekündigt, dass man DEN Skandal schlechthin erwartet. Das Skandalöse blieb aber doch oft aus. Manchmal hätte ich mir krassere Sachen erhofft. Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und mir hat das Lesen sehr viel Spaß bereitet.

Fazit: Vier von fünf Punkten.
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Taschenbuch: 336 Seiten 
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Mai 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3596299470 
ISBN-13: 978-3596299478