Sonntag, 1. Juli 2018

[Lady Diamond 1] Kapitel 20

Im Thronsaal von König Umbra knieten die vier Schattenritter erschöpft vor ihrem Herrscher. Sie sahen, wie sein Zorn wuchs. Mit bösem Blick sah er sie verächtlich an.
„Eure Majestät“, begann Sir Acidum.
„Ruhe!“, brüllte der König los. „Ihr haltet still und sagt kein Wort. Ich bin wütend. Wie konntet ihr es wagen, ohne meine Erlaubnis gemeinsam loszuziehen?“
Die Ritter antworteten nicht auf diese Frage.
„Wenn die volle Energie des magischen Diamanten entfacht worden wäre, hättet ihr vernichtet werden können.“
Die Ritter wussten, dass der König sich keine Sorgen um sie machte. Er brauchte sie nur als seine Handlanger, weil er selbst geschwächt war. Ohne ihre Hilfe hätte er es viel schwerer. Das war der wahre Grund, warum er nicht wollte, dass sie getötet werden.
„Jetzt geht mir aus den Augen und regeneriert euch. Wenn Ihr noch einmal einen Fehler macht, werdet ihr von mir bestraft!“


Nachdem sich Lorena ein ausgiebiges Bad gegönnt und sich richtig erholt hatte, suchte sie mit ihrem Smartphone im Internet nach Informationen über die magischen Edelsteine. Tatsächlich konnte sie aber nichts finden.
Sie konnte gar nicht glauben, was ihr alles in der letzten Zeit passiert war. Sie kämpfte gegen Monster und böse Ritter, was sie alles irgendwie überstanden hatte. So gerne wüsste sie aber noch mehr. Immer mehr Fragen stellten sich ihr und so gerne würde sie mit dem Geist der Hüterin der Edelsteine in Verbindung treten.
Sie umfasste den magischen Diamanten mit beiden Händen und schloss die Augen. Ihr Handy lag neben ihr auf dem Bett.
Bitte sprich zu mir, Hüterin!
Da leuchtete der Edelstein hell auf und ein Strahl aus Licht schoss auf das Smartphone zu.
Lorena erschrak und sprang von ihrem Bett auf.
„Was war das?“, fragte sie sich.
Da erschien das Gesicht einer erhabenen Frau mit langem, goldblonden Haar auf dem Display des Handys.
„Hallo, Lorena“, begrüßte sie die Dame.
„Du bist...“, stotterte die Fünfzehnjährige.
„Ja, ich bin die Hüterin der magischen Edelsteine. Du kannst mich mit meinem Namen ansprechen. Ich heiße Gemma.“
„Wie ist das möglich?“, wollte das Mädchen mit dem weißen Haar wissen.
„Ich weiß es selbst nicht“, antwortete Gemma, „aber es macht unsere Kommunikation erheblich einfacher. Auf diese Weise kann ich zu jeder Zeit mit dir sprechen.“
„Ja“, entgegnete Lorena lächelnd. „Das ist wahr!“ Und tatsächlich freute sie sich darüber, denn nun würde sie sich im Kampf nicht mehr alleine fühlen. Nun hatte sie eine Beraterin und konnte ihr alle Fragen stellen, die ihr einfielen.
Ihr Leben hatte sich komplett verändert und auch ihre Zukunft würde nun ganz anders werden, als sie es sich jemals gedacht hätte. Aber sie war zuversichtlich und wollte den Kampf aufnehmen. Sie würde nicht aufgeben und alles dafür tun, dass das Böse niemals siegen würde. Sie nahm ihr Schicksal als Lady Diamond an.
Ich werde es schaffen!

ENDE