Dienstag, 5. Juni 2018

World Club Dome 2018

Am Wochenende war ich auf dem World Club Dome. Das ist ein Musikfestival in Frankfurt in der Commerzbank Arena. Auf mehreren Bühnen um und in der Arena spielen weltbekannte DJs wie Robin Schulz oder Martin Garrix. Das ganze Spektakel geht über drei Tage, von denen ich aber nur zwei anwesend war.

Schon vor Monaten hat mein Schatz die Karten gekauft. Ich war schon letztes Jahr dort und hätte gut darauf verzichten können, weil es absolut nicht meine Musik ist. Aber wegen des Geburtstages meines Schatzes habe ich mich überreden lassen. Ich dachte mir, dass wir uns die Kante geben und es sich unter Alkoholeinfluss irgendwie aushälten lässt. Doch Pustekuchen!

Vor dem Festival war ich ja noch drei Wochen krank gewesen und hatte an dem Freitag mein letztes Antibiotikum genommen. Mein Schatz wurde kurz vorher mit Fieber krank und musste deshalb sogar an den Festivaltagen Antibiotikum nehmen. So fiel der Alkohol für uns aus. Und das war total blöd für mich, weil ich nicht in Stimmung kam und eher von dieser Musik genervt war. Übrigens waren das auch die Gründe, warum wir am ersten Festival-Tag nicht dort waren.

Zugegebenermaßen muss ich sagen, dass die Location sehr schön war und die Veranstalter dieses Jahr echt viel daraus gemacht haben. Es gab sogar einige Jahrmarktattraktionen wie einen Autoscooter oder Breakdancer. Die Bühnen waren total schön gestaltet - eine davon total im Hollywood-Stil. Das war auch das Motto. So kamen die DJs mit dem Hubschrauber angeflogen und schritten auf einem roten Teppich (eher eine roten Gummimatte) zur Arena. Darth Vader und Stormtrooper escortierten sie dahin. Ein Space Shuttle stand auch draußen auf der Wiese herum.

Es gab echt viele Stages. In der Arena war die größte, wo auch die bekanntesten DJs auftraten. Um die Arena herum (am Treppenaufgang) gab es noch drei DJ-Pulte. Das waren eher die kleineren Stages. Neben der Hollywood-Bühne für Hardstyle-Fans gab es noch die Skyline Stage, die abgetrennt war und für die man quasi auch immer hoffen musste, ob man hineinkam. Davor war noch eine kleine Stage.

Im angrenzenden Stadionbad gab es auch drei Stages. Eine im Wald, eine in einem Zelt und die Bühne im Freibad-Gelände. So konnte man, wenn man wollte, schwimmen gehen und gleichzeitig feiern. Es war außerdem möglich, auch nur eine Karte für das Stadionbad zu erwerben. Wer aber eines für die Arena hatte, durfte überall hin, so wie wir.

Cool fand ich auch, dass es zwei "geheime" Stages gab. Eine war im Untergrundbereich der Arena. Blaue Pfeile mit Fragezeichen führten dorthin. Leider haben das nicht viele kapiert, denn an dieser Stage war kaum was los. Dafür war die zweite sehr gut besucht. Die zweite geheime Stage war nämlich von Dixi-Klos umringt und man kam nur zu ihr, wenn man durch Dixi-Klos ging, deren Hinterwand fehlte. Davon gab es aber einige. Außerdem war die Stage von oben aus einsichtig, wenn man die Treppen hinauf zur Arena ging. So geheim war die Stage dann doch nicht.

Trotzdem würde ich freiwillig nicht noch einmal dahin gehen, denn die Musik ist einfach nichts für mich. Am Sonntag sollte das Festival noch bis 23:00 Uhr gehen. Ich verabschiedete mich aber schon um 19:30 Uhr, weil ich am nächsten Tag früh raus musste. Leider habe ich erst vor der Haustür gemerkt, dass ich meine Schlüssel bei meinem Schatz vergessen hatte. Also musste ich den ganzen Weg zurück zum Stadion und die Tour ein weiteres Mal machen. Dank der "überpünktlichen" Bahn war ich erst gegen 22:30 Uhr zuhause. Das hat das nervige Wochenende noch einmal abgerundet. Wie man merkt, war ich total begeistert von der Veranstaltung. Aber hauptsache andere haben ihren Spaß dabei. Sei es ihnen gegönnt.