Dienstag, 3. April 2018

[Buch] Die letzte Haltestelle von Sharon E. McKay

Inhalt: Zu Zeiten des zweiten Weltkriegs werden die Juden verfolgt. Beatrix' Mutter wird plötzlich aus dem Bus herausgerissen und lässt ihre Tochter zurück. Sie wird glücklicherweise von zwei Fahrkartenkontrolleuren mitgenommen, die sie bei sich aufnehmen.

Meine Meinung: Der zweite Weltkrieg ist ein sehr schweres Thema, welches mich immer wieder betroffen stimmt. Ich war sehr gespannt darauf, ob dieses Kinderbuch ebenfalls diese Emotionen herüberbringen kann. Hierin geht es um das jüdische Mädchen Beatrix. Als ihre Mutter quasi verschleppt wird, kommt sie durch Zufall bei zwei deutschen Herren unter, die von Beruf her Fahrkartenkontrolleure sind. Die beiden Brüder haben keine Erfahrungen mit Kindern und tun sich erst einmal schwer. Doch die Beziehung zu dem Mädchen wird immer besser. Leider fand ich die Geschichte sehr oberflächlich. Sie ist sehr kindlich geschrieben und wahrscheinlich daher nicht zu schmerzhaft. Leider bin ich nicht überzeugt, dass so Gefühle ausgelöst werden. Dafür war es mir einfach zu nett - und die Zeiten im Krieg waren einfach nicht nett. Außerdem konnte ich mich nicht mit den Figuren identifizieren. Insgesamt fand ich die Konstellationen auch sehr seltsam. Zwei alleinstehende Brüder, die bis zu ihrem Lebensende keine Frau finden, sind meiner Ansicht nach merkwürdig und nicht liebenswert. Mir fehlt die Tiefe und so muss ich gestehen, dass ich das Buch einfach nur langweilig fand. Auch die Illustrationen haben mir nicht unbedingt gefallen. Die Menschen sahen manchmal wie Aliens aus.

Fazit: 1 von 5 Punkten.
 

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten 
Verlag: cbj (27. März 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3570172503 
ISBN-13: 978-3570172506