Sonntag, 11. Februar 2018

[Elementum 2] Stille Wasser - Kapitel 27

Nach Weihnachten ging es noch recht turbulent im Haus 4E zu. Die E-Wehr wurde informiert und sie suchten nach dem Täter. Es wurden noch mehr Einsatzkräfte ins Internat geschickt, sodass überall im Gebäude Tag und Nacht Wachen herumliefen. Herr von Zimmenthal kritisierte das ziemlich, da er meinte, dass so ein normaler Alltag nicht möglich wäre und der Unterricht ebenfalls darunter litt. Er schlug vor, Robin aus dem Internat zu werfen, damit die anderen Schülerinnen und Schüler geschützt waren. Allerdings war Rektor Quinn dagegen, da er sich für das Elementum verantwortlich fühlte.
Weder Marina noch Robin erzählten den Lehrern von den seltsamen Symbolen auf ihrer Brust, die nun wie Tattoos aussahen. Die kluge Wasser-Elementaristin nahm sich allerdings Zeit, um etwas darüber in der Bibliothek herauszufinden. Und tatsächlich stieß sie auf die Lösung und erklärte sie ihrem Zirkel:
Besonders mächtige Elementaristen werden von ihrem Paracelsus gezeichnet. Ein Paracelsus ist ein Elementarwesen. Was wir gesehen haben, war eine Undine, das Elementarwesen der Wasser-Elementaristen. Und sie hat uns mit dem Symbol des Elementes Wasser gezeichnet.“
Wow!“, stieß Robin begeistert aus. „Das heißt, wir sind besonders mächtig?“
Richtig“, bestätigte Marina erneut und nicht ohne Stolz.

Die anderen beglückwünschten sie und äußerten, dass sie ebenfalls ein derartiges Symbol haben möchten.

Kurz vor Silvester ging es Marin wieder ganz gut. Sein Finger konnte tatsächlich wieder angenäht werden, allerdings wird er ihn wohl nie wieder so bewegen können wie früher, weshalb er eine Karriere als Chirurg wohl vergessen konnte. Doch er war ganz froh, überlebt zu haben.
Er kam auch zu einer ganz besonderen Einsicht: Er erklärte Rektor Quinn, dass er das Haus 4E wieder verlassen würde. Stattdessen lobte er seine Schwester in großen Tönen und bekundete, dass sie die viel bessere Nachhilfelehrerin für Robin wäre. Der Schulleiter akzeptierte dies und so war es dann abgemacht.

Um Punkt Mitternacht, als ein Feuerwerk den Nachthimmel Frankfurts erleuchtete, feierten die fünf Freunde in Robins Geburtstag hinein. Frau Bottenberg hatte sogar eine Geburtstagstorte gebacken.
Der unbekannte Angreifer hatte sich nun einige Tage nicht mehr blicken lassen, was wahrscheinlich an der Vielzahl der Wachleute lag. So konnten die Elementaristen zumindest Silvester und Robins Geburtstag gebührend feiern und genießen. Das Elementum war nun siebzehn Jahre alt geworden. Es gab sogar ein paar Geschenke von seinen Freunden. Aria schenkte ihm dann tatsächlich noch den Zeitumkehrer, den sie ihm eigentlich als Wichtelgeschenk aushändigen wollte. Robin freute sich tierisch.
Alle vergaßen für einen Augenblick, dass sie nach wie vor eine Gefahr bedrohte und sie es wahrscheinlich noch nicht ausgestanden hatten. Aber für den Moment waren sie glücklich, denn sie hatten ihre gemeinsame Freundschaft wiedergefunden und sie war stärker als je zuvor.