Mittwoch, 7. Juni 2017

[Film] Die Mitte der Welt

Inhalt: Als der siebzehnjährige Phil von einer Reise zurückkommt, stimmt etwas nicht. Das Verhältnis zwischen seiner Zwillingsschwester Dianne und seiner Mutter Glass ist gestört. Und ausgerechnet dann verliebt er sich in seinen neuen Mitschüler Nicholas.

Meine Meinung: Nachdem ich die wunderbare Buchvorlage zu diesem Film gelesen hatte, wollte ich natürlich auch die filmische Umetzung sehen. Mir war bewusst, dass man in knapp zwei Stunden nicht die zahlreichen Details des Buches hineinpacken kann, aber ich erwartete eine gewisse Grundstimmung, die das Buch vemittelte, auch im Film. Doch das hat der Streifen leider nicht mal annähernd geleistet. Mir war wichtig, dass der Zauber des Anwesens Visible auch im Film übertragen wird. Doch da ist es einfach nur ein Haus. Mich stört es sehr, dass der Titel des Buches (und des Films) dadurch total an Bedeutung verliert. Im Buch ist die Mitte der Welt nämlich die Bibliothek im Haus. Doch diese wird im Film nicht mal richtig erwähnt. Davon abgesehen werden alle möglichen Handlungsstränge viel zu schnell abgehandelt. Da der Ton bzw. die nuscheligen Dialoge so schlecht sind, versteht man gar nicht, was da überhaupt passiert. Man kommt gar nicht so in die Gefühlswelt des Protagonisten. Ein weiteres Manko ist die falsche Reihenfolge der Geschehnisse, die ebenfalls alles verfälscht. Darüber hinaus wirken einige Sequenzen ziemlich trashig. Ich weiß, dass es schwer ist, ein solches Buch in 120 Minuten Spielzeit zu verpacken, aber dann hätte man es lieber seinlassen sollen. Vielleicht wäre eine Serienadaption sinnvoller gewesen.

Fazit: 1 von 5 Punkten.
 

Komponist: Paul Gallister 
Künstler: Peri de Bragança, Veronika Merlin, Boris Schönfelder, Andrea Hanke, Jörg Kidrowski, Ngo The Chau, Suse Marquardt, Christine Günther, Viktoria Salcher, Carlotta Kittel, Kathrin Bornmüller, Jacqueline Rietz, Mathias Forberg, Cornelius Conrad, Annette Schirmer, Georg Steinert, Jakob M. Erwa, Bernhard Castell 
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren 
Studio: Universum Film GmbH 
Produktionsjahr: 2016 
Spieldauer: 110 Minuten

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