Dienstag, 9. Mai 2017

Frankfurter Wasserhäuschen-Tour

Vor ein paar Tagen habe ich eine Stadtführung der besonderen Art in Frankfurt mitgemacht - und zwar die Wasserhäuschen-Tour. Das hat richtig viel Spaß gemacht. 

Die Führung führte der Stadtteilhistoriker Hubert Gloss durch. Insgesamt schauten wir uns vier Wasserhäuschen in der Frankfurter Innenstadt und in Bornheim an.

Was sind eigentlich Wasserhäuschen? Das wusste ich vorher auch nicht, obwohl ich in Frankfurt geboren bin. So nennt man diese oft runden Trinkhallen, die es in ganz Frankfurt überall verteilt gibt. Man nennt sie Wasserhäuschen, weil dort die Anwohner früher ihr Trinkwasser erhalten haben, als das Wasser aus dem Hahn noch nicht so genießbar war wie heute. Außerdem bekam man dort noch andere Sachen wie in einem kleinen Tante-Emma-Laden. Heute sind diese Häuschen eher als Kiosks bekannt, bei denen man Bier und Zigaretten bekommt. 

Doch Herr Gloss erklärte uns, warum diese Wasserhäuschen eigentlich ein wichtiger Teil der Frankfurter Geschichte sind und daher erhalten bleiben sollten. Eventuell könnte man jetzt daran zweifeln, ob diese Tour so interessant ist. Aber ich garantiere für den Spaß. Der Stadtführer macht seine Sache sehr gut, denn er erzählt lustige Anekdoten und trägt witzige Gedichte vor. Man lernt etwas, wird aber auch sehr gut unterhalten. Zudem gab es ein paar kleine Geschenke auf dem Weg. Man bekommt an einem Häuschen ein Freigetränk, beim nächsten eine kleine Naschtüte mit Süßigkeiten und darüber hinaus auch ein Quartett-Kartenspiel sowie Postkarten.

Wenn man diese Tour auch mit ein paar netten Leuten zusammen macht, dabei noch das ein oder andere alkoholische Getränk verzehrt, kommt man auf jeden Fall auf seine Kosten. Wer mal eine andere Städtetour machen möchte, ist mit dieser hier gut bedient. Es gibt noch eine Handkäs- und Bembel-Tour, die ich sehr gerne ebenfalls machen möchte.

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