Dienstag, 23. Mai 2017

[Buch] Boy 7 von Mirjam Mous

Inhalt: Ein Junge wacht auf einer Wiese auf und weiß nichts mehr. Weder seinen Namen noch was geschehen ist, weiß er. Nun muss er das Rätsel seiner Identität lösen.

Meine Meinung: Sehr gerne lese ich Geschichten, in denen es um Personen geht, die ihr Gedächtnis auf mysteriöse Weise verloren haben. Das führt dann meistens zu einer spannenden Rätseljagd. So hoffte ich das bei diesem Buch auch, denn die Inhaltsbeschreibung klang sehr vielversprechend. Ein Junge wacht auf einer Wiese auf und weiß nicht mehr, wer er ist. Er hat lediglich eine Sprachnachricht auf seinem Handy, die er wohl selbst aufgenommen hatte und in der er sagt, dass er die Polizeit nicht einschalten darf. Nun muss er alles selbst herausfinden. Anscheinend kann er niemanden vertrauen und das macht die Geschichte sehr interessant. Leider vermisse ich in diesem Werk außergewöhnliche Persönlichkeiten. Der Junge, der sich dann selbst Boy Seven nennt, bleibt Einzelkämpfer. Und das ist auf Dauer leider ein wenig langatmig. Zudem finde ich das Rätsel und dessen Auflösung sehr konsturiert und unglaubwürdig. Ich konnte da einfach nicht mitfühlen. Der Tiefpunkt wird am Schluss erreicht. Ich hatte nicht mehr viele Seiten übrig und ich vermutete schon, dass es wahrscheinlich einen Folgeband geben wird, denn ich hatte mir beim besten Willen nicht vorstellen können, wie das Buch denn noch auf so wenigen Seiten rund enden sollte. Doch tatsächlich wird die Geschichte abgeschlossen. Und dieser Abschluss kommt mir leider wie hingeschmiert vor. Es geht einfach zu schnell und zu glatt. Gerade am Ende hätte man noch mal Spannung aufbauen können. Doch die Chance wurde nicht genutzt. Das ist sehr schade, denn eine potentiell interessante Handlung wurde irgendwie falsch erzählt.

Fazit: 2 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 272 Seiten 
Verlag: Arena (2. Januar 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3401504215 
ISBN-13: 978-3401504216

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Die ersten Sätze deiner Rezi machten mich echt neugierig auf das Buch. Aber offensichtlich kann der Rest das Versprechen des Anfangs nicht wirklich einlösen ...

    Schade eigentlich, ich hab auch erst vor kurzem wieder so ein Buch erwischt, wo ich mir dachte, wow, toller Anfang, und der Rest war das totale Dahingeplätscher bis kurz vorm Ende.

    Vielleicht sagt dir "Der schwarze Thron" etwas? Für das Buch wurde ja extrem viel Werbung gemacht, angefangen bei ner Bloggeraktion im Internet bis hin zum Kundenstopper bei uns in der Buchhandlung. So viel Tamtam für einen bestenfalls durchschnittlichen Auftakt *seufz*. Aber es scheint echt immer das gleiche zu sein, je mehr Werbung, desto weniger dahinter.

    Liebe Grüße
    Marie

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