Dienstag, 28. Februar 2017

[Buch] Die Sache mit Peter von Max Meier-Jobst

Inhalt: Wenn man schon als Kind merkt, dass man schwul ist, ist das schon nicht einfach, aber wenn man sich mit 13 Jahren in einen dreißigjährigen Mann verliebt und sogar eine Affäre mit ihm beginnt, wird es verdammt problematisch.

Meine Meinung: Coming-Out-Geschichten interessieren mich und meist können sie mich berühren. Hier haben wir eine sehr ungewöhnliche Story, denn der junge Protagonist lässt sich auf einen mehr als doppelt so alten Mann ein. Er ist anfangs 13 Jahre alt, sein Geliebter ist 30 Jahre alt. Der Ich-Erzähler berichtet zunächst von seinen ersten Erfahrungen mit seiner Homosexualität. Zunächst sind es harmlose Schwärmereien, doch dann wird es ernst. Auf der einen Seite ist es so erzählt, dass man die Gefühle des Jungen nachvollziehen kann. Er erklärt es plausibel. Und wenn man ehrlich ist, war schon fast jeder als Kind oder Teenager zum Beispiel in eine Lehrerin oder einen Lehrer verknallt. Wie hat man sich gewünscht, dass diese Gefühle erwidert werden. Bei dem Protagonisten wird diese Fantasie Wirklichkeit. Allerdings haben wir da die andere Seite des Erwachsenen, der definitiv etwas Verbotenes tut und für den man irgendwie Abscheu empfindet. Peter wird aber teilweise auch selbst als Opfer seiner sexuellen Gefühle dargestellt, sodass man sich sogar dabei erwischt, Mitleid mit ihm zu haben. Als Leser hadert man selbst und ich wusste nicht, was ich so ganz davon halten sollte. Da mich dieses Werk in ein derartiges Gefühlschaos und sehr oft zum Nachdenken gebracht hat, muss ich zugeben, dass es deshalb ein gutes Buch ist. Wenn so etwas beim Lesen in mir ausgelöst wird, hat das Werk seinen Zweck erfüllt.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
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Format: Kindle Edition 
Dateigröße: 1139 KB 
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 348 Seiten 
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (20. Februar 2017) 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
Sprache: Deutsch 
ASIN: B06VY294LP

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