Montag, 14. November 2016

[Nachgedacht] Sich selbst unter Druck setzen

Ich habe viele Hobbys und Interessen. Mein Job gefällt mir sehr gut, ich habe viele Freunde und mir wird nie langweilig. Man könnte fast meinen, dass es bei mir gut läuft. Doch leider ist das weit gefehlt. Mir raubt alles die Zeit und am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen und das wächst mir sehr oft über den Kopf.

Mein Beruf füllt mich sehr aus. Ich habe ihn mir ausgesucht und er macht mir unheimlich viel Spaß. Allerdings ist mein Beruf eigentlich so ausgelegt, dass man kaum Zeit für etwas anderes hat. Doch ich habe noch andere Dinge, die ich tun möchte und die brauchen auch Zeit.

Zum Beispiel habe ich den Anspruch, meine Freunde regelmäßig zu sehen, was fast unmöglich ist. Dieses Unterfangen entwickelt sich mitunter so weit, dass ich einige nur an Geburtstagen sehe. Traurig. Dann habe ich sehr viele Hobbys - z.B. dieser Blog, aber ich schreibe auch anderweitig gerne, lese, male, schaue Serien oder Filme, spiele Pokémon Go oder lebe mich anders kreativ aus. Und dann gibt es ja noch meinen Schatz, die Familie und nicht zu vergessen den Haushalt. Irgendwas davon leidet immer.

Dabei will ich alles unter einen Hut bekommen. Ich will am liebsten alles machen, aber dafür bräuchte mein Tag mehr als 24 Stunden. Und obwohl ich das ganz genau weiß, kann ich das nicht akzeptieren. Und deshalb ist bei mir jeder Tag voll gepackt. Ich habe nicht mal einen Tag "frei". Jetzt könnte man meinen, den Hobbys nachzugehen, das ist doch Freizeit. Aber für mich ist es Stress - Freizeitstress, denn meine Freizeit ist fast schon streng getacktet. Und am Ende des Tages bin ich doch unzufrieden, weil ich nicht alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte.

Damit setze ich mich unter Druck. Ich kann nicht akzeptieren, wenn ich etwas nicht geschafft habe. Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben und demnach kommt es on top des nächsten vollgepackten Tages. Zudem gibt es ja Sachen, die sich nicht verschieben lassen: Beruf und Haushalt sind Beispiele, die ein absolutes Muss bedeuten. Allerdings gibt es auch Dinge wie Blogeinträge schreiben, die kein Muss sind, aber die ich mir als Muss setze. Das ist ganz schön anstrengend.

Ich glaube, darunter leidet meine Gesundheit. Ich hoffe, ich kriege das irgendwann in den Griff. 

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