Mittwoch, 23. März 2016

[Film] Der Kreis

Inhalt: 50 Menschen befinden sich in einem dunklen Raum und stehen auf roten Markierungen in einem Kreis. Alle paar Minuten stirbt jemand. Wer das ist, dürfen sie selbst durch Wahl bestimmen.

Meine Meinung: Auf diesen Film bin ich zufällig auf Netflix begegnet. Von der Handlung her ist er sehr einfach. Auch von der Inszenierung. Allerdings ist der Inhalt das Ausschlaggebende, was diesen Film besonders und richtig spannend macht. Man kennt viele Filme, in denen mehrere Menschen sich irgendwo in Gefangenschaft befinden und nur einer überleben kann. So gibt es beispielsweise die "Cube"-Filme oder - neuer - die "Panem"-Reihe. Dieses Werk ist nicht so aufwendig gestaltet, steht aber in der Wirkung um nichts nach. 50 Menschen stehen im Kreis und müssen alle paar Minuten jemanden auswählen, der stirbt. Letztendlich kann nur einer überleben. Was ich so krass fand, ist die Unabwendbarkeit des Todes. Die Angst und Panik ging auf mich als Zuschauer über. Doch darüber hinaus hat es der Film geschafft, mich zum Nachdenken anzuregen. Denn einige Themen wie Rassismus oder Homophobie werden angesprochen. Ständig liegt die Frage im Raum, welcher Mensch hat das Recht, weiterzuleben? Der Alte? Die Lesbe? Der Schwarze? Die alleinerziehende Mutter oder der Politiker? Nacheinander wird jemand ausgeschaltet. Und zu allem Überfluss befinden sich eine Schwangere und ein Kind im Kreis. Und recht schnell wird deutlich, dass zumindest einer dieser beiden sterben muss. Der Film schock, wühlt auf und stellt in Frage. Mich hat er wirklich sehr emotional ergriffen. Und dann ist das Ende auch anders als erwartet. Das Anschauen lohnt sich.

Fazit: 5 von 5 Punkten.
℗℗℗℗℗

Regie: Aaron Hann, Mario Miscione
Musik: Justin Marshall Elias
Studio: Taggart Productions Votiv Films
Sprache: Englisch mit Untertitel
Laufzeit: 87 Minuten
Produktionsjahr: 2015

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen