Freitag, 11. März 2016

[Abgebrochen] Schantall, tu ma die Omma winken! von Kai Twilfer

Nach etwa 40 Seiten musste ich dieses Buch zur Seite legen und konnte es einfach nicht mehr weiterlesen. Die Gründe dafür erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Eigentlich fand ich die Idee ja ganz witzig, dass ein Sozialarbeiter von seinem beruflichen Alltag erzählt. Ich stellte mir das in etwa so vor, wie Frau Freitag, die Anekdoten aus ihrem Lehreralltag erzählt. Ich freute mich quasi darauf, wie ein Voyeur, der gerne solche Sendungen wie Mitten im Leben schaut, dies als Buchform genießen zu dürfen. Doch dies ist weit gefehlt.

Gleich am Anfang erfährt man, dass der Erzähler nicht der Autor ist und somit ist das Buch rein fiktiv und hat nichts mit der Realität zu tun. Aber das muss ja nichts heißen. Doch dann wird man darauf aufmerksam gemacht, dass man lediglich dem Alltag einer Person - nämlich "Schantall" - folgt und Geschichten rund um diese fiktive Frau erzählt werden. Ich dachte, der Titel soll nur ein Hinweis darauf sein, mit welcher Art von Mensch der Erzähler es zu tun hat. Stattdessen ist es tatsächlich ein Zitat aus der Geschichte. Damit greift der Autor nur einen alten Hut auf und versucht damit witzig zu sein. Doch diese Geschichten über "Schantall" und "Schackeline" oder "Scheromme" habe ich schon vor zehn Jahren gehört. Jeder Comedian im Fernsehen hat solche Menschen schon parodiert. Mir kommt es so vor, als ob der Autor diese "lustigen" Anekdoten nur aufgegriffen hat und sie gebündelt in diesem Buch vereint. Dabei macht er dies so "ironisch", dass es einfach nicht mehr authentisch, sondern völlig überzogen wird. Ich kann das leider nicht mehr witzig finden - dafür ist das Thema zu ausgelutscht.

Ich hätte mich über realistische Anekdoten aus dem Leben eines Sozialarbeiters gefreut. Aber so musste ich das Buch einfach abbrechen. Ich hätte es nicht weiter lesen können. Das Buch hält leider nicht, was das Cover verspricht.

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