Donnerstag, 10. Dezember 2015

[Nachgedacht] Ich arbeite, um zu leben

In letzter Zeit arbeite ich sehr viel und ich komme kaum dazu, meinen Hobbys nachzugehen. Auch Freunde treffen ist seltener geworden. Und das finde ich schade. Daher musste ich ein wenig über das Leben und die Arbeit nachdenken.

Erst einmal vorab: Ich liebe meinen Beruf und ich könnte mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Ich habe ihn mir auch ausgesucht, weil ich wusste, dass ich ihm einen großen Teil meines Lebens widmen werde. Da sucht man sich natürlich auch etwas aus, was einem Spaß macht. Sich durch die Arbeit zu quälen, wäre ja sehr schlimm.

Dennoch muss ich sagen, dass mir mein Privatleben wichtiger ist als die Arbeit. Dazu gehören meine Freunde und Familie, aber vor allem ich selbst mit meinen Hobbys. Was wäre ich, ohne zu schreiben, zu lesen, zu malen oder meinen Blog zu gestalten? Wenn ich das alles nicht mehr machen könnte, wäre ich dann noch ich? Das frage ich mich manchmal bei anderen Leuten, die scheinbar nur für die Arbeit leben - getreu dem Motto: "Ich lebe, um zu arbeiten". Definieren sie sich dann nur über die Arbeit? Ich kenne Menschen, die sich Tag und Nacht nur mit ihrer Arbeit beschäftigen, deren Freundeskreis nur aus Arbeitskollegen besteht. Gut, wer das so mag und wer damit zufrieden ist... Jedem das Seine. Meines wäre es nicht. Obwohl mir die Arbeit sehr viel Spaß macht, ist sie nach wie vor meine Arbeit und nicht mein Hobby. Ich brauche auch noch etwas, dass mich entspannt und von der Arbeit ablenkt.

Mein Motto ist: "Ich arbeite, um zu leben". Ich gehe einem Beruf nach, der mich ausfüllt und mir Spaß bringt, damit ich den Arbeitstag möglichst gut überstehe. Aber vor allem bringt er mir das nötige Geld, um mein Leben inklusive meiner Hobbys zu finanzieren. Ich möchte es noch einmal anders ausdrücken: Für mich wäre es auch nichts, einen Job auszuführen, der mir zwar das nötige Geld für mein Privatleben bietet, mir aber keinen Spaß macht. Da würde ich meine Zeit auf der Arbeit nur absitzen und das würde mich ebenfalls unglücklich machen, auch wenn mein Privatleben ausgefüllt wäre. Ich brauche eine gute Mischung: Ein toller Beruf und ein noch tolleres Privatleben. Dann bin ich zufrieden.

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