Donnerstag, 19. November 2015

[Nachgedacht] Meinungsfreiheit

In der letzten Zeit habe ich das Gefühl, dass es recht schwer ist, seine eigene Meinung zu äußern, ohne dafür ins Kreuzfeuer genommen zu werden - das bezieht sich auf die sozialen Plattformen, aber auch in der Realität.

Um es konkreter benennen zu können, spreche ich von den Themen Flüchtlingspolitik und den Anschlägen in Frankreich. Wenn man da eine bestimmte Meinung äußert, wird man sofort als "braun" oder sogar Nazi hingestellt. Und das finde ich ziemlich kritisch, denn damit wird jemand diffamiert, der lediglich seine Meinung äußert. Und das ist schon eine Verletzung des Grundgesetzes in meinen Augen. Jeder darf seine Meinung vertreten, auch wenn sie manchmal nicht der Norm entspricht und man sollte sachlich argumentieren und nicht beschimpfen.

Momentan sehe ich immer wieder auf Facebook die Propaganda durch Videos, Bilder oder Texte, die von beiden Seiten gemacht werden, um eine bestimmte Stimmung zu verbreiten. Warum ist das so? Weil es leichter ist, als eine Demo zu organisieren und damit auf die Straße zu gehen und man wahrscheinlich sogar mehr Leute damit erreicht. Muss man das gut finden? Nein, aber man sollte es tollerieren, denn jeder darf seine Meinung frei kundtun.

Was ich allerdings nicht gut finde, ist, dass diese Leute sich gegenseitig beschimpfen, beleidigen und diffarmieren. So werden die linkesten Linkswähler plötzlich als Nazis dahingestellt, nur weil sie sich zu einem bestimmten Thema kritisch äußern. Das kann doch nicht sein.

Ich würde eher dazu auffordern, sachlich Argumente auszutauschen und abzuwägen. Wüste und unhaltbare Beschimpfungen bringen niemanden weiter.

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