Montag, 10. August 2015

[Nachgedacht] Über das Älterwerden

Am heutigen Tage werde ich genau 30 Jahre alt und für den einen mag es vielleicht seltsam klingen, aber das ganze Jahr beschäftige mich dieser Geburtstag. Und daher widme ich heute diesem Beitrag diese Überlegungen.

Für mich ist die Vorstellung, jetzt Ü30 zu sein, der Horror. Ich habe in letzter Zeit öfter mit Freunden darüber gerdet und gerade diejenigen, die ebenfalls 30 werden oder es schon sind, finden es nicht schlimm und denken, ich bin bescheuert. Doch für mich ist es tatsächlich schlimm.

Bis man Anfang 20 ist, gehört man quasi noch zur Jugend. Und danach ist es bis zum 29. Lebensjahr tatsächlich eine wunderbare Zeit. Man ist erwachsen und selbstständig, aber immer noch jung und kann seine Freiheit in vollen Zügen genießen. Mit 30 Jahren gehört man nun - man kann es nicht verleugnen - zu den Erwachsenen und da wird auch Erwachsenes erwartet. Ich selbst stelle diesen Anspruch an mich.

Aber noch nicht mal das ist das Schlimmste. Für mich ist es die Vorstellung, dass nun fast das halbe Leben um ist. Natürlich kann man heutzutage locker 70, 80, 90 oder sogar teilweise 100 Jahre alt werden. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Ab 60 ist man alt. Und nun arbeitet man ab dem 30. Lebensjahr auf das Älterwerden hin - man arbeitet daraufhin, eine gute Rente zu haben, damit man die letzten Lebensjahre genießen kann. Das klingt grausam.

Für mich ist die Zeit der Unbeschwertheit vorbei. Natürlich: Objektiv betrachtet mache ich mir wahrscheinlich unnötige Gedanken. Der Unterschied von 29 zu 30 ist doch kaum ersichtlich. Aber subjektiv fühle ich mich jetzt so, als ob ich nun den Höhepunkt meines Lebens überschritten habe.

Hoffentlich ist das nur ein Hirngespinst und in einem Jahr sehe ich das alles schon ganz anders. Vielleicht lese ich in einem Jahr diesen Beitrag und denke: Meine Güte, was hast du herumgesponnen?

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