Dienstag, 13. Januar 2015

Flammenbrut von Simon Beckett

Inhalt: Kate ist alleinstehend und sehnt sich nach einem eigenen Kind. Daher möchte sie sich künstlich befruchten lassen. Da sie keinen anonymen Spender haben möchte, gibt sie eine Annonce auf. Doch dies ist ein gefährtlicher Fehler.

Meine Meinung: Bisher habe ich schon ein paar Bücher des Autors gelesen und mir haben besonders seine alten Werke gefallen. Daher freute ich mich auch auf dieses Buch. Ich erwartete wieder einen spannenden Roman mit Tiefgang. Auch hier hat man einen etwas außergewöhnlichen Thriller, der nicht so aufgebaut ist, wie man es von solchen Büchern erwartet. Die Handlung baut sich sehr langsam auf. Im Prinzip liest man die Vorgeschichte über zwei Drittel des Buches lang, bis es endlich zum eigentlich spannenden Teil kommt. Und dies ist der Kritikpunkt an dem Buch. Ich finde es ziemlich lang, wie erzählt wird, wie die Protagonistin ihren Spender für eine künstliche Befruchtung findet. Das hätte man abkürzen können. Bis etwa Seite 250 von 400 hatte ich den Eindruck, einen gewöhnlichen, wenn auch ziemlich dramatischen Roman zu lesen, in dem nichts Aufregendes passiert. Thrillerelemente fehlen bis zu diesem Zeitpunkt fast vollkommen. Erst dann wird es spannend und blutig. Endlich passiert das, worauf man die ganze Zeit wartet. Und dann kommt das Ende leider auch schon so abrupt, dass mir inhaltlich etwas gefehlt hat. Es ist sehr schade, dass es schließlich so schnell zuende ist, obwohl vorher lang und breit eine Vorgeschichte aufgebaut wird. Im Epilog hätte ich gerne mehr darüber erfahren, wie es weitergeht. So hinterlässt mich der Autor mit einer gewissen Unzufriedenheit. Wer hier einen spannenden Thriller von Seite Eins an erwartet, wird enttäuscht werden. Wer allerdings Thriller mit mehr Tiefgang mag, kann sich dieses Werk gerne anschauen.

Fazit: 3 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 400 Seiten 
Verlag: rororo; Auflage: 12 (1. August 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3499249162 
ISBN-13: 978-3499249167

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