Mittwoch, 6. August 2014

Einer da oben hasst mich von Hollis Seamon

Inhalt: Der siebzehnjährige Richard ist neben der fünfzehnjährigen Sylvie der einzige Jugendliche im Hospiz. Auch wenn er bald sterben wird, hat er seine Bedürfnisse. Und bei Sylvie ist es genauso.

Meine Meinung: Nach "Ein Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green freute ich mich auf eine wahrscheinlich ähnlich emotionale Geschichte. Hierbei stellte ich mich auf traurige Leiden eines Jugendlichen im Hospiz ein. Doch das Buch überraschte mich mit einer ganz anders gearteten Geschichte. Sie ist mehr oder minder heiter und erzählt eine riskante Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Natürlich schwebt dabei stets mit, dass die beiden sterbenskrank sind. An der ein oder anderen Stelle empfindet man Mitleid. Dennoch ist das Buch nicht durchweg depressiv. Der Protagonist verliert nie seinen Humor und scheinbar weiß er, worauf es im Leben ankommt, auch wenn das Leben sehr kurz ist. Das Werk lässt sich sehr gut lesen. Innerhalb von einem Tag habe ich die etwa 250 Seiten geradezu verschlungen. Auf der einen Seite hätte ich mir zwar gewünscht, tiefer berührt zu werden, auf der anderen Seite bin ich froh, nicht geheult zu haben. Dieses Werk behandelt das Thema Tod auf eine durchaus unterhaltsame, aber nicht deprimierende Art und Weise.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten 
Verlag: cbt (26. Mai 2014) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3570162834 
ISBN-13: 978-3570162835

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