Samstag, 30. August 2014

Anatol und die Wurschtelfrau von Christine Nöstlinger

Inhalt: Die kleine Desiree möchte unbedingt ihren Kater Anatol behalten. Da aber die Haushälterin allergisch gegen Katzen ist, beschließt sie kurzerhand zu ihrem bis dahin recht unbekannten Großvater zu ziehen.

Meine Meinung: Schon lange wollte ich mal ein Kinderbuch von dieser Autorin lesen und nun bot sich mir die Gelegenheit. Die Geschichte hat mir recht gut gefallen, weil sie sehr gut für Kinder geeignet ist, aber nicht so beschönigt ist, wie viele andere Kinderbücher. So wächst die Protagonisten in einer Familie mit einigen Problemen auf. Ständig wird gestritten und herumgeschrieen. Das kennen bestimmt viele Kinder von ihren eigenen Familien und daher kann das Buch diesen jungen Leserinnen und Lesern aufzeigen, dass sie nicht alleine sind. Vielleicht lernen sie dadurch auch, über ihre Probleme zu sprechen. Die Charaktere waren mir ebenfalls sehr sympathisch. Die Protagonistin selbst ist kein schüchternes, passives, kleines Mädchen, sondern strotzt vor Selbstbewusstsein. Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass ich manchmal ein wenig Schwierigkeiten mit dem österreichischen Ausdruck hatte. So stolperte ich beispielsweise immer über das Perfekt von "hauen", nämlich "gehaut". Andererseits fand ich dies in dieser Hinsicht ziemlich interessant und in Gedanken habe ich die hochdeutsche Ausdrucksweise mit dem Österreichischen verglichen und zugegebenermaßen etwas dazugelernt. Das Buch ließ sich schnell durchlesen und hat mir insgesamt gut gefallen. Jüngeren Leserinnen und Lesern im Grundschulalter würde ich das Buch auf jeden Fall nahelegen.

Fazit: 4 von 5 Punkten.
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Taschenbuch: 200 Seiten 
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Neuausgabe mit neuem Einband (26. Januar 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3407740891 
ISBN-13: 978-3407740892

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